Meconopsis cambrica
Wald-Scheinmohn, Kambrische Scheinmohn, Pyrenäen-Scheinmohn - goldgelbe Eleganz für deinen Steingarten

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Vorteile
- strahlende, goldgelbe bis orange Blüten
- lange Blütezeit von Juni bis September
- pflegeleicht und anpassungsfähig
- ideal für halbschattige bis schattige Standorte
- Insektenfreundlich
Boden: Steinig, sandig-lehmig oder lehmig humos, frisch, gut durchlässig, leicht sauer bis neutral, kalktolerant
Wuchstyp: Ausdauernde, horstbildende Staude
Blatt: Tiefgrün, gefiedert, leicht behaart
Blüte: Goldgelb bis orange, schalenförmig, vier Blütenblätter
Blütezeit: Anfang Juni bis Ende September
Wuchshöhe: 30 bis 60 cm
Winterhärte: Winterhart bis ca. –20 °C (WHZ 6)
Verwendung: Naturnahe Gärten, Gehölzränder, schattige Beete und Mauerritzen
Pflanzabstand: 25 bis 30 cm, etwa 10 bis 12 Pflanzen pro Quadratmeter
Familie: Mohngewächse (Papaveraceae)
Staudensichtung: gute, pflegeleichte Art
Beschreibung
Der Kambrische Scheinmohn, Pyrenäen-Scheinmohn oder Wald-Scheinmohn (Meconopsis cambrica) ist eine anspruchslose Staude. Von Natur aus ist er in feuchten Wäldern der Bergregionen Westeuropas beheimatet. Er kommt ursprünglich in Spanien, Frankreich und auf den Britischen Inseln („Welsh Poppy“) vor. Hier wächst das Mohngewächs in Felsspalten zwischen Steinen. In den Pyrenäen findet man ihn bis in Höhen von 2000 Metern. Seit dem 18. Jahrhundert belebt er in Gärten Ritzen zwischen Steinplatten, Bereiche am Fuß von Natursteinmauern und feuchte, halbschattige Steingärten. Wegen seiner Anpassungsfähigkeit findet er aber auch in halbschattigen Staudenbeeten seinen Platz. Der Wald-Scheinmohn tritt in Deutschland und anderen mitteleuropäischen Ländern verwildert auf.
Eigenschaften und Besonderheiten von Meconopsis cambrica
Die feingliedrigen, sattgrünen Blätter bilden eine dichte Blattrosette, aus der von Anfang Juni bis Ende September immer wieder neue Blütenstängel emporwachsen. Abhängig vom Standort werden diese zwischen 30 und 60 cm hoch. Die Blütenstängel sind dicht behaart und tragen jeweils nur eine einzelne, gelbe Mohnblüte mit vier zarten, goldgelben Blütenblättern. Zahlreiche Insekten besuchen die Blütenpracht vom Frühsommer bis zum Herbst. Die abgereiften, trockenen Samenkapseln sind dekorativ in Gestecken.
Standort und Pflanzung
Der ideale Standort für den Wald-Scheinmohn liegt im Halbschatten. Sonnige Plätze verträgt er nur, wenn der Boden ausreichend feucht bleibt und der Standort nicht zu warm ist. Ein Platz am Gehölzrand oder auf einer Steinanlage mit frischem Boden ist für ihn ideal. Du kannst ihn auch auf der Nordseite des Hauses in einem absonnigen Bereich pflanzen. Ein humoser, gut durchlässiger Boden mit leicht saurem bis neutralem pH-Wert schafft optimale Bedingungen. Grundsätzlich stellt Meconopsis cambrica aber keine Ansprüche an den Boden und ist auch kalktolerant. Pflanze ihn am besten im Frühjahr. Die lange Pfahlwurzel ist empfindlich und ältere Exemplare lassen sich nur schwer verpflanzen. Topfe die Pflanzen darum vorsichtig aus und setze den Wurzelballen sorgfältig ein. Achte darauf, einen Pflanzabstand von etwa 25 bis 30 cm einzuhalten, damit sich die Horste gut entwickeln können. 10 bis 12 Pflanzen pro Quadratmeter sind für eine flächige Pflanzung ausreichend.
Pflege und Winterschutz
Der Wald-Scheinmohn ist äußerst pflegeleicht. Durch regelmäßiges Ausputzen der verblühten Blüten verhinderst du die Bildung von Samenkapseln und regst den Mohn dazu an immer neue Blüten zu bilden. Lässt du die Samenkapseln ausreifen, kannst du sie für Trockengestecke schneiden oder für die Selbstaussaat der Pflanzen stehen lassen. Ein Winterschutz ist nicht notwendig, da Meconopsis cambrica bis - 20 °C winterhart ist.
Vermehrung des Wald-Scheinmohns
Die Vermehrung erfolgt am einfachsten durch Selbstaussaat. Grabe die Jungpflanzen aus und versetze sie im Frühjahr an einen geeigneten Standort. Wenn du die Pflanzen gezielt vermehren möchtest, kannst du die reifen Samen im Spätsommer ernten und im Herbst oder zeitigen Frühjahr direkt an Ort und Stelle aussäen. Eine Vermehrung durch Teilung ist nicht möglich, weil die Pflanze eine Pfahlwurzel bildet, die nur einen Vegetationspunkt hat.
Krankheiten und Schädlinge
Meconopsis cambrica ist robust und nicht anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Die Haarigen Stängel und der Milchsaft schrecken Blattläuse und Schnecken ab.
Kombinationen mit anderen Pflanzen im Beet
Den Wald-Scheinmohn kannst du je nach Standort mit verschiedenen anderen Stauden kombinieren. Am Gehölzrand sind beispielsweise Tränendes Herz (Dicentra spectabilis), Fingerhut (Digitalis purpurea) und Salomonsiegel (Polygonatum sp.) geeignete Partner. Auf offeneren Flächen mit steinigem Boden kannst du Meconopsis cambrica mit Karpaten-Glockenblumen (Campanula carpatica), Enzian (Gentiana acaulis) und Zitronen-Thymian (Thymus x citriodorus) kombinieren. In halbschattigen Beeten mit humosem Boden blüht er im Sommer mit verschiedenen Asternarten, Chrysanthemen, Mädchenauge (Coreopsis) und Türkenmohn (Papaver orientale) um die Wette.
Giftigkeit für Mensch und Tier
Der Wald-Scheinmohn (Meconopsis cambrica) gehört zu den Mohngewächsen und enthält Alkaloide, die beim Verzehr zu Vergiftungserscheinungen führen können. Es gibt jedoch keine Berichte über Vergiftungen bei Menschen oder Tieren. Achte zur Sicherheit trotzdem darauf, dass kleine Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verschlucken.
In der medizinischen Forschung wurden im Labor Extrakte aus Wurzeln und Blättern des Wald-Scheinmohn erfolgreich eingesetzt, um das Wachstum bestimmter Krebszellen zu hemmen.
Echter Mohn statt Schein-Mohn
Ursprünglich wurde Wald-Scheinmohn aus Wales 1732 von dem deutschen Botaniker Jacob Dillenius unter dem Namen Papaver cambrium beschrieben. 1814 wurde für diese Art die Gattung Meconopsis eingeführt, weil die Narben beim Pyrenäen-Scheinmohn auf einem kurzen Stiel stehen, was für echten Mohn untypisch ist. Später wurden andere Scheinmohne in Asien entdeckt und der Gattung Meconopsis zugerechnet. Seit 2011/2012 weiß man durch Genanalysen, dass dieser europäische Mohn nicht mit den in der Himalaya-Region beheimateten Meconopsis-Arten verwandt ist, sondern zu den Papaver-Arten gehört. Das führte für die Botaniker zu einem Dilemma, weil die Gattung Meconopsis durch eine Umbenennung des Wald-Scheinmohns ihre Typus-Art und damit ihre Gültigkeit verloren hätte. 2017 wurde die Gattung der Scheinmohne durch eine andere Art definiert und die Rückbenennung des „Welsh Poppy“ zu Papaver cambrica wurde möglich.