Menyanthes trifoliata
Fieber-Klee - einzigartige Sumpfpflanze mit zottigen Blüten

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Vorteile
- Attraktive, zartrosa bis weiße Blüten
- Ungewöhnlich zottige Blütenblätter
- dreiteiliges Laub mit dekorativem Effekt
- Perfekte Pflanze für Teichränder und Feuchtbiotope
- Anspruchslos und winterhart
Boden: mittelmäßig nährstoffreich, lehmig, feucht bis nass, humos, leicht sauer bis neutral, kalkfrei
Wuchstyp: Staude mit kriechendem Rhizom
Blatt: Immergrün, dreizählig, ledrig, glänzend grün
Blüte: Sternförmig, weiß bis hellrosa, mit zottig behaarten Kronblättern
Blütezeit: Ende April bis Juni
Wuchshöhe: 15 bis 30 cm, mit Blütenstängeln bis 40 cm
Winterhärte: Winterhart bis -25 °C (WHZ 5)
Verwendung: Teichpflanze, Sumpfpflanze, Feuchtbiotope, Teichufer
Pflanzabstand: 30 bis 40 cm, ca. 5 bis 8 Pflanzen pro Quadratmeter
Familie: Menyanthaceae (Fieberkleegewächse)
Besonderheiten: Insektenfreundlich, naturnahe Heilpflanze, giftig
Beschreibung
Der Fieber-Klee (Menyanthes trifoliata) ist eine mehrjährige, rhizombildende Sumpfpflanze, die in feuchten Lebensräumen wie Mooren, Teichufern und Sumpfwiesen in ganz Eurasien heimisch ist. Durch Trockenlegungen von Feuchtgebieten ist die Art bei uns in der Natur selten geworden und steht unter Schutz. Der Fieber-Klee ist aber eine beliebte Pflanze für Gartenteiche. Er wird bereits seit langem kultiviert und ist in Wassergärten weit verbreitet. Die Art ist die einzige in ihrer Gattung Menyanthes und in der Familie der Fieberkleegewächse (Menyanthaceae).
Eigenschaften und Besonderheiten
Die markanten dreizähligen Blättern erinnert an Klee, sind aber deutlich größer. Die Blattabschnitte sind 4 bis 12 cm lang und 1 bis 5 cm breit. Ihnen verdank der Fieberklee seinen Namen. Sie gehen aus einem bis zu 60 cm langen, kriechenden Rhizom hervor, dass sich im Schlamm unter Wasser verbirgt. Das Laub ragt über die Wasseroberfläche hinaus.
Besonders auffällig sind die filigranen Blüten. Die 5 Kronblätter bilden einen Trichter und sind auf der Oberseite dicht mit langen, weißen Fransen besetzt. Bis zu 20 Blüten bilden eine lockere Blütentraube, die sich auf einem kahlen Stiel aus dem Wasser erhebt. Der Fieber-Klee ist eine Nahrungspflanze für heimische Insekten und bereichert naturnahe Gewässerbereiche optisch wie ökologisch.
Standort und Pflanzung
Pflanze den Fieber-Klee an halbschattige Teichränder, in dauernasse Moorbeete, in der Sumpf- oder Flachwasserzone eines Naturteichs oder in der Regenerationszone eines Schwimmteichs in eine Wassertiefe bis maximal 20 cm. Staunässe ist für diese Sumpflanze kein Problem. Ein durchgehend feuchtes Substrat ist sogar notwendig für ein gesundes Wachstum. Ideal ist es, wenn du Menyanthes trifoliata frei auspflanzen kannst. Ein Pflanzkorb behindert das Wachstum des Rhizoms, wodurch diese Staude dann kümmert.
Das Substrat sollte lehmig-humos, mäßig nährstoffreich und leicht sauer bis neutral sein. Sandige und kalkhaltige Böden sind ungeeignet. Setze die Pflanzen mit einem Abstand von 30 bis 40 cm in Gruppen von 5 bis 8 Pflanzen pro Quadratmeter. Die Ausbreitung erfolgt durch fingerdicke, kriechende Rhizome, die dichte Bestände bilden können.
Pflege und Winterschutz
Der Fieber-Klee ist eine pflegeleichte Pflanze. Achte darauf, dass der Wasserstand in deinem Biotop im Sommer nicht so stark sinkt, dass die Rhizome auf dem Trockenen liegen. Nach der Blütezeit sterben alle Blätter und Blütenstiele ab. Erst im nächsten Frühjahr erscheint die Pflanze wieder an der Wasseroberfläche.
Eine regelmäßige Düngung, Rückschnitt oder Winterschutz sind bei der Kultur im Teich nicht erforderlich. Möchtest du Fieber-Klee im Miniteich kultivieren, solltest du das Gefäß im Winter vor dem vollständigen Durchfrieren schützen. Dann ist auch eine gelegentliche Düngung während der Wachstumsphase sinnvoll.
Vermehrung des Fieber-Klees
Du kannst den Fieber-Klee einfach durch Teilung vermehren. Grabe im Frühjahr oder Herbst einen Teil des Rhizoms aus und setze es an einem neuen Standort ein. Achte darauf, dass jedes Teilstück genügend Knoten mit Wurzeln und Blattanlagen hat, damit es gut anwächst. Eine Aussaat ist ebenfalls möglich, allerdings langwieriger. Die rundlichen Samenkapseln werden in der Natur vom Wasser fortgespült. Die Samen benötigen eine Kälteperiode bevor sie an einem schlammigen Ufer keimen.
Krankheiten und Schädlinge
Der Fieber-Klee wird nicht von Krankheiten und Schädlingen befallen.
Kombinationen mit anderen Pflanzen im Feuchtbiotop
Der Fieber-Klee ist nicht sehr konkurrenzstark und sollte am besten mit Pflanzen zusammen kultiviert werden, die sich nicht zu schnell oder stark ausbreiten. Gut geeignet sind Sumpfdotterblume (Caltha palustris), Wasserdost (Eupatorium cannabinum) oder die Schwanenblume (Butomus umbellatus). In der Kombination mit Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus), Blutweiderich (Lythrum salicaria) oder der Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris) entsteht eine artenreiche, natürliche Uferbepflanzung.
Fieberklee als Heilpflanze
In der Volksmedizin fand Fieberklee ab dem 16. Jahrhundert Verwendung bei der Behandlung von Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit, Gelbsucht, Blutarmut, Gicht, Malaria („Wechselfieber“) und anderen Erkrankungen. Heute wird Fieberklee zur Verdauungsförderung in Likören und Teemischungen eingesetzt. Eine Wirksamkeit gegen das namensgebende Fieber bzw. Malaria ist nicht nachweisbar. Neben Gerb- und Bitterstoffen und anderen arzneiwirksamen Substanzen enthalten alle Pflanzenteile auch Alkaloide, die in hohen Dosen starke Kopfschmerzen, Erbrechen und Durchfall auslösen können. Die Konzentration ist so gering, dass die Pflanze nur gering giftig ist.
Viele Namen
Der Fieberklee ist unter vielen regionalen und historischen Namen bekannt. Die Bezeichnungen „Dreiblatt“ („Dreeblatt“) oder „Zottenblume“ lassen sich auf die Form der Blätter und Blüten beziehen. Bezeichnungen wie „Gallkraut“ oder „Magenklee“ verweisen auf die Nutzung als Heilpflanze bei Verdauungsbeschwerden und „Bitterklee“, „Bitterblad“ oder „Bitterkli“ nehmen Bezug auf den Geschmack der bitteren Medizin.
Bei anderen Trivialnamen wie Biberklee, Bohnenblad, Wille Baunen, Gäsekill, Klapp Kreuzwurz, Wiesenmangold, Gottvergeßtee, Ziegenlappen oder Butterklee lässt sich die Herkunft der Namen nur erahnen. Auch über die Bedeutung des wissenschaftlichen, griechischen Namens gibt es keine Klarheit. Es wird vermutet, dass er sich von den griechischen Begriffen für Monat („Μήνας“) und Blüte („άνθος“) ableitet, also „Monatsblume“ bedeutet. Ob sich das auf seine kurze Vegetationszeit bezieht oder eine Verwendung als Mittel zur Regulierung des weiblichen Zyklus, weiß heute niemand mehr.