
Es muss nicht immer ein Schaumbad sein: Salze sind mindestens ebenso entspannend und können zudem noch fantastische Wirkungen erzielen. Beim Badesalz selber machen kann nach Herzenslust experimentiert werden: ob zur Entspannung, gegen Erkältung oder als Erfrischung: es gibt für jeden Geschmack und Anlass das passende Rezept. Die besten haben wir hier für Sie zusammengestellt.
Inhaltsverzeichnis
- Kann ich Badesalz selber machen?
- Vorteile
- Haltbarkeit
- Zutaten
- Welches Salz soll ich beim Badesalz selber machen verwenden?
- Optionale Zutaten
- Grundrezept
- Badesalz mit wenig Zutaten selber machen
- Zur Entspannung
- Für Muskeln und Gelenke
- Weihnachtliches Badesalz
- Winterliches Badesalz selber machen mit Gewürzen
- Zur Erfrischung
- Für Kinder
- Bei Erkältung
- Badekugeln selber machen
- Tipps & Tricks
Kann ich Badesalz selber machen?
Es ist sehr leicht, Badesalz selber zu machen. Man braucht weder ein besonderes Fachwissen noch spezielle Zutaten; die meisten von ihnen sind in jedem Haushalt vorhanden. Abgesehen davon, dass die Herstellung einfach ist, macht sie auch noch Spaß. Es ist möglich, nach eigenen Wünschen sein Badesalz zu kreieren; sei es mit speziellen Aromen zum Verwöhnen oder unterstützend bei körperlichen Beschwerden.
Vorteile

Grundsätzlich ist Badesalz eine wunderbare Zugabe ins Badewasser. Das Salz an sich sorgt für eine leichte Entgiftung des Körpers, da es Giftstoffe aus der Haut zieht. Diese wird dadurch nicht nur porentief rein, sondern auch sehr weich. Nach einem Wannenbad in Badesalz fühlt man sich verjüngt, entspannt und richtig sauber. Werden noch ätherische Öle hinzugefügt, ist nicht nur der Körper, sondern auch die Seele entspannt.
Beim Badesalz selber machen kommt vorteilhaft hinzu, dass tatsächlich nur natürliche Zutaten verwendet werden. Kein Palmöl, keine Konservierungsstoffe, keine Zusätze fragwürdiger Herkunft. So weiß man ganz genau, was man an seine Haut lässt.
Nicht zu unterschätzen der Verpackungsmüll, der durch die Eigenproduktion gespart wird. Badesalze sind meistens in kleinen Tütchen verpackt, die wiederum in größeren Kartons oder sogar Tüten zusammen verkauft werden. Für die Umwelt ein Alptraum.
Ebenfalls sollte der finanzielle Aspekt erwähnt werden. Badesalze in Drogerien oder anderen Fachhandeln sind meistens teuer. Werden sie selbst hergestellt, so fallen nur ein Bruchteil dieser Kosten an – für ein qualitativ hochwertiges, natürliches Produkt.
Lubera-Tipp: Selbstgemachtes Badesalz eignet sich auch hervorragend zum Verschenken, beispielsweise in einem dekorativen Glas verpackt…
Haltbarkeit
Prinzipiell ist ein selbstgemachtes Badesalz so lange haltbar, wie es ansprechend aussieht. Ein konkretes Mindesthaltbarkeitsdatum gibt es nicht. Wer sich unsicher ist, kann eine kleine Menge davon in warmem Wasser auflösen und danach entscheiden, ob es noch verlockend ist oder eher weniger.
Etwas mehr Aufmerksamkeit ist auf jene Salze zu richten, denen Öle oder ätherische Öle beigefügt wurden. Bei diesen wird gemeinhin angenommen, dass sie so lange haltbar sind wie das verwendete Öl. Doch auch hierbei gilt: Probieren geht über Studieren…
Zutaten
Nur wenige Zutaten benötigt man zum Badesalz selber machen Zwei Tassen Salz
- 2 Esslöffel Natron für eine bessere Reinigung; zudem ist es perfekt zum Entfernen von Schweiß und Hautfett
- 1 Esslöffel Pflanzenöl, beispielsweise Kokos-, Oliven- oder Mandelöl, welches hautpflegend ist und dafür sorgt, dass die Haut nicht austrocknet
Des Weiteren wird ein Schraubglas benötigt, in dem das fertige Badesalz unbesorgt gelagert werden kann.
Lubera-Tipp: Ist kein Natron zur Hand, kann alternativ auch Backpulver verwendet werden.
Welches Salz soll ich beim Badesalz selber machen verwenden?
Häufig wird empfohlen, zum Badesalz selber machen Meersalz zu verwenden. Dieses ist aufgrund seines hohen Mineralstoffgehaltes besonders dazu geeignet, bei Hautkrankheiten unterstützend zu wirken sowie die Haut auf eine schonende Art zu pflegen. Andere Salze sind jedoch ebenso gut geeignet:
- Bittersalz
- Himalayasalz
- Steinsalz
Lubera-Tipp: Bei Muskelbeschwerden ist Bittersalz sehr empfehlenswert.
Optionale Zutaten

Neben den Grundzutaten können sehr gut
- Ätherische Öle,
- Blüten oder
- Heilkräuter
beigefügt werden. Ein echter Eyecatcher ist Cranberrysaft: durch diesen bekommt das Badesalz faszinierende Farbtöne, was besonders schön zum Verschenken ist. Alternativ kann Lebensmittelfarbe verwendet werden.
Grundrezept
Die Herstellung ist denkbar einfach:
- Eine Tasse des Salzes zerkleinern, beispielsweise im Mörser
- Grobes und zerkleinertes Salz in einem verschließbaren Glas miteinander mischen
- Pflanzenöl über das Salz gießen
- Geschlossenes Glas kräftig schütteln
- Wenn gewünscht, ätherische Öle beifügen und nochmals schütteln
- Über Nacht stehenlassen
- Am folgenden Tag Natron sowie gegebenenfalls Blütenblätter und/oder Kräuter hinzufügen
Lubera-Tipp: Wer nicht so gerne schütteln möchte, kann zum Vermischen auch einen Holzspatel verwenden.
Badesalz mit wenig Zutaten selber machen
Wer nicht auf Vorrat, sondern nur für ein Vollbad ein Badesalz herstellen möchte, kann dies mit wenigen Zutaten und noch weniger Handgriffen tun:
- 50 g Salz zerkleinern
- Mit 50 g groben Salz vermischen
- Einen halben Teelöffel Pflanzenöl über das Salz geben
- durchschütteln
- Ätherische Öle hinzufügen
Und schon kann das Badevergnügen beginnen. Es ist allerdings wirklich nur für Ausnahmefälle gedacht, da ansonsten die Öle über Nacht in das Salz einziehen sollten und auch das Natron nicht fehlen darf.
Zur Entspannung

Wer zur Entspannung ein Vollbad nehmen möchte, sollte ätherische Öle verwenden, welche diese Entspannung fördern. Hierfür eignen sich
- Jasminöl
- Lavendelöl
- Melissenöl
- Rosenöl
- Rosmarinöl
- Sandelholzöl
- Ylang-Ylang-Öl
sehr gut. Dem Grundrezept sollten insgesamt 15 Tropfen ätherische Öle hinzugefügt werden, wobei nach Möglichkeit nicht mehr als drei verschiedene Sorten verwendet werden sollten.
Für Muskeln und Gelenke
Bei Muskel- und Gelenkbeschwerden sind
- Arnikaöl
- Eukylyptusöl
- Fichtenöl
- Minzöl
- Rosmarinöl
besonders empfehlenswert. Von diesen werden 20 Tropfen zur Grundmischung beigefügt. Anstelle von Meersalz kann sehr gut Bittersalz verwendet werden; alternativ kann zumindest ein Teil des Salzes durch dieses ersetzt werden.
Weihnachtliches Badesalz

Zur Weihnachtszeit Badesalz selber machen hat viele Vorteile: zum einen kann man sich selbst eine kleine Auszeit gönnen und ein verwöhnendes Vollbad nehmen. Zum anderen sind selbstgemachte Badesalze ein wunderschönes Geschenk – vor allem, wenn dieses ansprechend verpackt und dekoriert ist. Hierfür empfiehlt es sich, ein sehr schönes Glas zu nehmen. Damit dieses bereits einen speziellen Charme versprüht, kann der Deckel mit Sternchen oder anderen weihnachtlichen Motiven beklebt werden. Bei der Farbwahl sollte man sich im Vorfeld Gedanken darüber machen, ob man sein Badesalz einfärben oder unifarben lassen möchte. Falls Farbe ins Spiel kommen soll, wird Lebensmittelfarbe benötig, für gewöhnlich in Rot und Grün.
Auch bei den ätherischen Ölen sollte man der Jahreszeit Tribut zollen. Adventliche Düfte wie
- Anis,
- Orange,
- Vanille oder
- Zimt
dürfen hierbei nicht fehlen.
Wenn das Badesalz nach dem Grundrezept hergestellt worden ist und gefärbt werden soll, wird es in drei Schälchen aufgeteilt. In das erste kommt grüne Lebensmittelfarbe hinzu, in das zweite rote, und das Salz in der dritten schale bleibt weiß. Nach dem Einrühren der Farbe sollte das Badesalz etwa zwei Tage lang ruhen. Danach wird es noch einmal umgerührt und schichtweise in das vorbereitete Glas gefüllt.
Winterliches Badesalz selber machen mit Gewürzen
Wer sich viel Zeit nehmen möchte, kann ein ganz besonderes winterliches beziehungsweise weihnachtliches Badesalz herstellen. Hierfür werden neben den Grundzutaten 8 – 10 Tropfen ätherische Öle hinzugefügt, bevor das Badesalz in ein Glas mit Schraubverschluss gegeben wird. Danach werden
- 2 Zimtstangen sowie
- 3 Esslöffel Anissamen
in ein Gewürzsäckchen gesteckt. Dieses wird in das Glas gegeben, welches sofort wieder verschlossen sein muss. Nun sollte das Säckchen dort etwa eine Woche verbleiben. So haben die Aromen der Gewürze genügend Zeit, in das Salz einzudringen. Als Ergebnis bekommt man ein wunderbar duftendes, natürliches winterliches Badesalz.
Zur Erfrischung
Während viele Menschen ein Vollbad zur Entspannung nehmen, möchten sich andere einfach nur erfrischen. Auch hierfür gibt es die passenden ätherischen Öle:
- Nelke,
- Orange sowie
- Zeder
sind hervorragend dazu geeignet, Körper und Geist zu erfrischen und zu beleben. Von diesen sollten jeweils fünf Tropfen der Grundmischung zugefügt werden.
Für Kinder

Um für Kinder Badesalz selber zu machen, sollte auf jeden Fall Lebensmittelfarbe verwendet werden. Fröhliche bunte Salze sehen sehr verlockend aus und machen Freude, wenn sie dem Badewasser zugefügt werden. Je mehr Lebensmittelfarbe verwendet wird, desto intensiver wird die Farbe.
Das Badesalz wird zunächst nach dem Grundrezept hergestellt, danach in einzelne Schalen gegeben und eingefärbt. Nun sind der Fantasie der Hersteller keine Grenzen gesetzt: entweder werden die trockenen Sale schichtweise in ein Glas gefüllt, oder jede Farbe bekommt ihr eigenes Glas – ganz nach Belieben.
Auch mit den ätherischen Ölen ist ein wenig Spielerei möglich. keinesfalls sollten scharfe oder kräftige Aromen verwendet werden. Falls überhaupt Düfte gewünscht sind, so sollten diese eher fruchtige ausfallen:
- Erdbeere,
- Kirsche sowie
- Orange
sind sehr beliebt und ergeben einen für Kinder sehr angenehmen Duft. Sehr gut können Düfte und Farben miteinander kombiniert werden; beispielsweise rotes Badesalz = Erdbeere, gelbes Badesalz = Kirsche, …
Lubera-Tipp: Kinder sollten das Badesalz nicht in die Augen bekommen!
Bei Erkältung
Nicht nur für Wellness, sondern auch gegen Erkältungen lässt sich Badesalz hervorragend verwenden. Hierfür werden ätherische Öle wie
- Eukalyptus
- Pfefferminze
- Weißtanne
verwendet. Auch etwas Orangenöl kann nicht schaden, da es stimmungsaufhellend ist. Insgesamt 30 Tropfen sollten der Grundmischung hinzugefügt werden, damit die Wirkung sich entfalten kann.
Optional können sehr gut jeweils zwei Esslöffel kleingehackte
- Rosmarinnadeln sowie
- frische Tannennadeln
untergemischt werden. Vor der Verwendung sollte das Badesalz mindestens drei Tage durchziehen, damit sich die Aromen entfalten können.
Badekugeln selber machen

Wer kein großer Freund von Badesalzen ist oder ein besonders ausgefallenes Geschenk sucht, der kann auch Badekugeln selber machen. Diese auch als Badebomben bekannten Badezusätze erfreuen sich allgemein großer Beliebtheit, obwohl ihre Inhaltsstoffe nicht unbedingt erfreulich sind. Anders hingegen bei der Eigenproduktion; benötigt werden
- 200 g Natron
- 100 g Zitronensäure
- 50 g Speisestärke
- 50 g Kokosfett
- Ätherische Öle
- Gegebenenfalls Lebensmittelfarbe sowie getrocknete Blüten oder Kräuter
Die Herstellung ist denkbar einfach:
- Natron, Zitronensäure und Speisestärke miteinander vermischen
- Wird pulverförmige Lebensmittelfarbe verwendet, so wird diese nun hinzugefügt
- Pflanzenöl, ätherische öle sowie gegebenenfalls flüssige Lebensmittelfrabe in einer weiteren Schüssel miteinander vermischen
- Mit einem Löffel nach und nach die flüssigen Zutaten den festen beifügen
- Ist die Konsistenz zu feucht, kann noch etwas Speisestärke hinzugefügt werden; ist se hingegen zu trocken, wird etwas Öl hinzugefügt
- Badekugeln nach eigenen Wünschen formen, alternativ Förmchen aus dem Fachhandel verwenden
- Falls gewünscht, mit Kräutern oder Blütenblättern dekorieren
Nun für einige Stunden die Badekugeln in den Kühlschrank stellen, danach herausholen und noch einige Tage trocknen lassen. Sind sie trocken, können sie verwendet oder schön verpackt werden.
Lubera-Tipp: Anstelle von Kokosöl kann auch jedes andere Pflanzenöl verwendet werden, sowie Mischungen aus verschiedenen Sorten.
Tipps & Tricks
- Bei der Verwendung ätherischer Öle gilt: je mehr Tropfen hinzugefügt werden, desto intensiver wird das Aroma.
- Für ein Vollbad werden etwa 100 g Badesalz benötigt.
- Badesalz trocken lagern.
- Da ätherische Öle allergische Reaktionen auslösen können, sollte vor der Verwendung immer ein Tropfen davon auf der Haut verrieben werden.
- Keinesfalls Badesalz schlucken! Auch nicht das Badewasser!
- Auch für ein entspannendes oder anregendes Fußbad ist Badesalz bestens geeignet.
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Ich mache seit Jahren mein Badesalz selbst. Besonders angenehm ist es bei Erkältungen: durch die ätherischen Öle geht es mir nach einem Vollbad viel besser. Kleiner Tipp: nicht länger als 10 Minuten baden!