Wenn Du Deinen Frangipani pflegen willst, wird diese exotische Pflanze Dich vom Juni bis September mit grossen, eleganten Blüten bezaubern. Dabei duften diese bemerkenswerten Kübelpflanzen je nach Sorte würzig süss nach Vanille, Kokos oder Karamell. Mit der richtigen Pflege hast Du lange Freude an den bunten Sträuchern. In unserem Gartenshop können Sie Frangipani kaufen und sich direkt diesen einzigartigen Exot nach Hause liefern lassen.
Inhaltsverzeichnis
Frangipani pflegen: Standort und Erde
Plumeria benötigen viel Licht. Licht und Wärme fördern die Bildung der Blüten, sorgen für prächtige Farben und verstärken den Duft. Im Sommer sind die Pflanzen am besten in der vollen Sonne im Garten oder auf der Terrasse aufgehoben. Sie dürfen aber erst Anfang Juni nach den letzten Frösten ins Freie. Auch nachts darf die Temperatur nicht unter 15 °C sinken. Lasse die Pflanze dann an ihrem Platz, bis sie im Herbst ins Winterquartier umzieht. Achte beim Frangipani Pflegen darauf, dass du nicht den Standort wechseln musst. Das mögen Plumeria nicht.
Für eine gute Wasser- und Nährstoffversorgung muss das Substrat eine gute Struktur haben. Eine hochwertige Kübelpflanzenerde mit Ton und Perlit bleibt lange formstabil und behält ihre Wasserhaltefähigkeit und Pufferkapazität für Salze und Kalk lange bei. Spare nicht am Substrat, dann muss Frangipani nur alle 3 bis 4 Jahre umgetopft werden und die Wurzeln Deiner Pflanzen bleiben gesund.
Plumeria Herkunft
In Mitteleuropa ist Frangipani nicht winterhart und wird darum wie mediterrane Gewächse im Kübel kultiviert. Botanisch heissen sie Plumeria. Das ist eine Gattung aus ca. 30 Arten in der Familie der Hundsgiftgewächse, die auch unter der Bezeichnung Wachsblume bekannt ist. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Mexiko bis nach Brasilien und schliesst die karibischen Inseln mit ein. Am häufigsten werden der Rote Frangipani (Plumeria rubra), der Duftende Frangipani (Plumeria obtusa) und Plumeria-Hybriden kultiviert. Der Rote Frangipani ist ein sommergrüner Strauch. Seine Blüten sind blassrot bis kräftig karmesinrot gefärbt. Es gibt aber auch Formen mit weissen oder rosafarbenen Blüten, die in der Mitte tiefgelb sind. Der Plumeria obtusa ist ein bis zu 8 Meter hoher, immergrüner Baum. Seine weissen Blüten mit dem gelben Zentrum haben einen herrlichen Duft. In Kultur sind zahlreiche Sorten mit schön gefärbten Blüten und grosser Duftvielfalt entstanden.

Bild: Frangipani 'California Sunset': Die gelben Blütenblätter haben einen purpurnen Rand und duften herrlich süss-fruchtig nach Pfirsich.
Bild: Frangipani 'Divine': Die übereinander liegenden Blütenblätter zeigen ein harmonisches Farbspiel von pink, rosa und gelb und bilden Blüten wie fruchtig-süss duftende Sahnehäubchen.
Bild: Frangipani 'Inca Gold': Die gelben Blüten haben einen intensiven süss-fruchtigen Duft mit einer kräftigen Jasmin-Note.
Bild: Frangipani 'Jubilee': Diese Sorte hat bezaubernde, pinkfarbene Blüten, die intensiv würzig riechen und an Rosen erinnern.
- Frangipani 'Mini White': Bemerkenswert sind die grossen, runden Blütenblätter, die an der Basis gelb und an den Rändern zartrosa überlaufen sind. Im Duft lässt sich eine deutliche Karamellnote wahrnehmen.
- Frangipani 'Thumbalina': Seine Blüten sind Rosa-Weiss mit gelbem Zentrum und duften würzig.
- Frangipani 'Synchronicity': Eine rosa blühende Sorte, die den Duft von Vanille und Kokos verströmt.
Frangipani pflegen
Damit Plumeria üppig blühen, musst Du die richtigen Bedingungen beim Frangipani Pflegen schaffen. Werden die Pflanzen zu üppig gedüngt, werden sie blühfaul und legen keine Blütenknospen an. Ist der Standort zu dunkel oder zu kühl, werfen die Sträucher die Knospen ab. Auch Standortwechsel, zu häufiges Umtopfen und Schädlingsbefall behindern die Blütenbildung. Wähle darum den Standort mit bedacht und versorge Deinen Frangipani gezielt mit der richtigen Menge an Wasser und Nährstoffen.
Plumeria giessen
Frangipani benötigen immer ausreichend Wasser. Die Wurzeln dürfen nie trocken werden. Kontrolliere darum regelmässig, ob Du wieder Wasser geben müssen. Drücke mit den Fingerspitzen auf das Substrat. Wenn es sich kühl und feucht anfühlt, brauchst Du noch nicht zu giessen. Ist die Oberfläche und die darunterliegenden 2 bis 3 cm trocken, musst Du den Kübel wässern. Sorge dafür, dass keine Staunässe entsteht. Verwende im Beet am besten Füsse unter dem Kübel, damit überschüssiges Wasser ungehindert aus den Löchern am Boden abfliessen kann. Wenn Du den Frangipani auf der Terrasse oder zur Überwinterung im Haus stehen hast und nicht auf einen Untersetzer verzichten kannst, ist die Drainageschicht im Topf besonders wichtig. Sie unterbricht den Kapillarstrom zwischen dem Wasser im Untersetzer und dem Wurzelballen. Sorge dafür, dass die Drainage höher ist, als der Rand des Untersetzers und vermeide, wenn möglich so viel zu giessen, dass sich Wasser unter dem Topf sammelt.
Frangipani düngen
Damit sich Plumeria gut entwickeln können, brauchen sie ausreichend Dünger. Versorge die Pflanzen von Anfang Mai bis Anfang September alle 14 Tage mit einem Flüssigdünger. Bei jungen Pflanzen darf es gerne ein stickstoffbetonter Dünger sein. Bei ausgewachsenen Frangipani ist ein Dünger für Blühpflanzen mit höherem Phosphoranteil besser geeignet. Zu viel Stickstoff behindert die Blütenbildung und macht die Sträucher anfällig für Schädlinge.
Frangipani pflegen: Schneiden mit Bedacht
Frangipani entwickeln sich in jungen Jahren von allein zu Sträuchern oder Bäumen mit einer gleichmässigen Krone. Ein Rückschnitt ist erst im Alter sinnvoll, wenn die Pflanzen im Herbst ins Winterquartier kommen. Weil die Blütenknospen sich aber an den Triebspitzen bilden, hemmst Du mit dem Rückschnitt die Blüte des nächsten Jahres. Vermeide Schnittmassnahmen darum möglichst. Sollte es notwendig sein, kürze die Triebe im Herbst höchstens um ein Drittel. Ausnahmen bestehen lediglich, wenn die Triebe oder die Blätter krank sind. Vermeide dabei den Kontakt mit dem Milchsaft der Pflanzen. Er ist giftig und kann bei Hautkontakt zu Reizungen führen.
Frangipani richtig umtopfen
Setze eine junge Plumeria beim Umtopfen in einen Topf, der doppelt so gross wie der Topfballen ist. Dann können sich die Wurzeln schnell entwickeln und die Triebe, Blätter und Blüten ziehen im gleichen Masse nach. Fülle zunächst eine Schicht Tonscherben oder Blähton als Drainageschicht ein. So kann überschüssiges Wasser vom Boden oder aus einem Untersetzer nicht wieder in den Wurzelraum aufsteigen. Fülleden Topf mit Kübelpflanzenerde auf, bis der Wurzelballen des Frangipani auf der richtigen Höhe steht. Gib dann darum herum Erde ins Gefäss, bis die Pflanze sicher steht und drücke sie fest. Giesse die frisch gesetzte Pflanze an, damit sich das Substrat gut um den Ballen schliesst.
Frangipani richtig überwintern
Frangipani ist sehr wärmebedürftig. Die Pflanzen können sich „erkälten“, wenn die Temperaturen unter 10 °C sinken. Wie auch andere tropische und subtropische Pflanzen leiden sie bei Temperaturen zwischen 1 und 10 °C unter Kältestress, der ihrem Stoffwechsel so stark schadet, dass sie davon dauerhafte Schäden davontragen können. Dieser Effekt wird „Chilling“ genannt. Darum ist es wichtig, dass Deine Plumeria im Frühsommer erst ins Freie gestellt wird, wenn es warm genug ist. Im Herbst solltest Du sie wieder reinholen, bevor die Temperaturen nachts unter 15 °C sinken. Wähle ein helles Winterquartier, in dem die Temperatur zwischen 12 und 20 °C liegt. Reduziere das Giessen und lasse das Substrat trockner werden. Weil Frangipani sommergrün sind, verlieren sie im Winter die meisten Blätter. Der Wasserbedarf ist darum geringer. Lasse aber trotzdem den Wurzelballen nicht austrocknen. Wenn die Tage ab Ende März wieder länger werden und die Temperaturen wieder steigen, treibt die Plumeria wieder neue Blätter. Steiger dann die Wassermenge, damit der Strauch wieder austreiben kann.
Schutz vor Schädlingen
Vor allem während der Ruhephase im Winterquartier sind Frangipani anfälliger für Krankheiten. Ein zu nasses Substrat und ein kalter Wurzelraum begünstigen schädliche Bakterien, die die Wurzeln und den Stamm faulen lassen. Achte darum darauf, dass das Substrat gut abtrocknet. Giesse im Winter nur sparsam. Trockene Luft begünstigt den Befall mit Spinnmilben, Blattläusen und Schildläusen. Sie schwächen die Pflanze und schädigen mit ihrer Saugtätigkeit die Knospen von Blättern und Blüten. Nützlinge wie Raubmilben und Marienkäferlarven helfen in einem warmen Winterquartier, die Schädlinge in Schach zu halten. Ist es zu kalt, gehen die kleinen Räuber nicht auf die Jagd. Dann kannst Du mit Hausmitteln, Ölen oder Pflanzenschutzmitteln aus dem Fachhandel gegen die Plagegeister vorgehen.
Wenn Du Deinen Frangipani überprüfst und Missstände wie zu nasses oder zu trockenes Substrat, Schädlingsbefall oder eine Überdüngung schnell bemerkst und sofort für Abhilfe sorgst, steht der üppigen Blütenpracht nichts im Weg.