Wacholder, Gemeiner Wacholder
Juniperus communis - heimisches, sehr pflegeleichtes Wildgehölz, das gut mit kargen Böden zurechtkommt

Wacholder, Gemeiner Wacholder kaufen
Vorteile
- Immergrüne Nadeln
- Sehr anspruchslos, kommt mit allen Böden zurecht
- Herbe Wacholderbeeren für die Wildküche
- Ganze Zweige zum Räuchern bzw. Grillen
- Schöne Strukturpflanze für grosse Gärten
Frucht: Zapfen, schwarz-bläulich, nach zwei bis drei Jahren reif
Blüte: April bis Juni, zweihäusig, unscheinbar
Höhe: 5-8 Meter hoch, vereinzelt auch höher
Wuchs: Säulenförmig, aufrecht, manchmal bizarr, auch mehrstämmig
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: Lehmig, kiesig, mässig trocken, kalktolerant, allgemein sehr bodentolerant
Wasserbedarf: Gering bis mittel
Winterhärte: Sehr gut
Verwendung: Solitär, Naturgarten, Heidegarten, in den ersten Jahren auch als Kübelpflanze
Beschreibung
Der Gemeine Wacholder (Juniperus communis) ist ein Gewächs des Lichts und kommt auf der gesamten nördlichen Erdhalbkugel vor. Er braucht so viel Sonne wie möglich, wobei der Boden gerne auch schottrig, sandig und karg sein kann, weshalb man ihn auch hauptsächlich wildwachsend in der Heide und in Alpennähe (Stichwort sonnige Berghänge) findet. Leider wird er dort auch immer seltener, so dass man als Besitzer eines grossen Gartens überlegen sollte, ihm auch dort eine Chance zu geben. Ein Fleckchen mit eher nährstoffarmer Erde, bzw. Erde mit nur wenig Humusanteil, findet sich meist immer. Der Wacholder ist aber auch sehr anpassungsfähig und gedeiht auch in normalem Gartenboden. Nur Staunässe verträgt er so gar nicht.
Der Gemeine Wacholder /Juniperus communis gilt im Allgemeinen nicht als Wirt des berüchtigten Birnengitterrostpilzes. Dieser überwintert hauptsächlich an den Trieben von Chinesischem Wacholder (Juniperus chinensis), und dem Sadebaum (Juniperus sabina).
Wie wächst der Gemeine Wacholder?
Seine Endhöhe von 5-8 Metern erfordert eine gewisse Vorplanung bei der Standortwahl. Glücklicherweise lässt sich Juniperus communis Zeit beim Wachsen, was nicht verwundert, wenn man bedenkt, dass er gut 1000 Jahre alt werden kann. Der jährliche Zuwachs liegt bei ca. 10 cm in die Höhe und 5 cm in die Breite. Seine Wuchsform ist sehr vielseitig, meist wächst er elegant aufrecht, kann aber auch in die Breite gehen und schöne, bizarre Formen annehmen. Die immergrünen Nadeln sind bis 15 mm lang und sehr wehrhaft (pieksig).
Die Früchte vom Wacholder
Die bekannten „Wacholderbeeren“ sind allerdings keine Beeren, sondern ganz spezielle fleischige Zapfen, die erst nach zwei oder drei Jahren reif sind. Sie werden gerne als Würze besonders für Wildgerichte in der Küche verwendet und gelten als ungiftig bzw. sehr schwach giftig, so dass nichts gegen ihre sparsame Verwendung spricht. Wer seinen eigenen Gin brennen möchte, wird sich über eigene Wacholderbeeren aus dem Garten besonders freuen. Das Holz des Wacholders ist begehrt zum Räuchern. Kleine Zweige können zum Grillen (am besten im Kugelgrill) auf die Glut gelegt werden und verleihen so dem Grillfleisch oder dem Fisch ein besonderes Aroma.
Der richtige Standort für den Gemeinen Wacholder
Der Wacholder braucht vor allem eines: Viel Sonne. Demgemäss mag er keine Konkurrenz, schon gar nicht von anderen Bäumen. Ansonsten stellt er an den Standort keine Ansprüche. Wacholder wächst auf eher sauren Böden genauso gut wie auf Böden mit höherem pH-Wert, er kann lehmig, sandig, schottrig, humusarm oder aber auch humusreich sein. Nur dauernass darf der Standort nicht sein.
Wacholder pflanzen: Zeitpunkt und Boden
Eine besondere Bodenvorbereitung ist bei der Pflanzung des Wacholders nicht notwendig. Lediglich sehr verdichtete Lehmböden werden mit Kompost, Sand oder Pflanzerde aufgelockert.
Wacholder richtig giessen
Gut eingewachsene Wacholder brauchen normalerweise keine zusätzlichen Wassergaben. Im Pflanzjahr sollte man allerdings dafür sorgen, dass die noch kleinen Wurzeln nicht vertrocknen und notfalls, z.B. im Hochsommer, zusätzlich wässern.
Die richtige Düngung für Juniperus communis
Einen Wacholder sollte man nur wenig düngen, in einem normalen Gartenboden überhaupt nicht. Oberflächliches Auftragen von Kompost einmal im Jahr ist das höchste der Gefühle, wenn es ums Düngen geht. Braune Nadeln sind in der Regel kein Anzeichen von Düngermangel, sondern eher von Lichtmangel. Kann man Letzteres ausschliessen, kommt ein Magnesiummangel in Frage, den man mit einer Gabe Bittersalz beseitigen kann.
Wacholder schneiden
Ein Wacholder muss in der Regel nicht geschnitten werden. Man kann ihn Mitte/Ende Juni allerdings in Form schneiden, indem man die Triebspitzen etwas kürzt. Juniperus communis wird nur äusserst selten von Krankheiten befallen. Sollte aber dennoch mal das so genannte Triebsterben (verursacht durch Pilze) auftreten, werden befallene Triebspitzen herausgeschnitten. Anschliessend kann der Baum mit einem Fungizid behandelt werden.
Ist der Gemeine Wacholder winterhart?
Der Gemeine Wacholder ist auf der Nordhalbkugel der Erde heimisch und verträgt problemlos unsere Wintertemperaturen.