
Kaum eine Zierpflanze besticht im Frühsommer durch solch eine beeindruckende Optik wie der Zierlauch (Allium), dessen kugelige weiße, rosa oder rote Blüte aus vielen einzelnen sternenförmigen Blüten besteht. Doch nicht nur diese Blüte erinnert an den Namensgeber der Pflanze, den Schnittlauch, sondern auch ihr Geruch: berührt man sie, verströmt sie einen Zwiebelgeruch. Vielleicht nicht jedermanns Sache, aber in der Regel ist der Zierlauch auch nicht zum Anfassen, sondern zum Anschauen gedacht. Pflegeleicht ist er zudem auch noch, und mit ein wenig Knowhow kann ein Gartenbesitzer jahrelang Freude an seinem Zierlauch haben. In diesem Beitrag geht es unter anderem darum, wie man den Zierlauch vermehren kann. Wenn Sie Zierlauch kaufen wollen, finden Sie im Lubera®-Shop eine grosse Auswahl an verschiedenen Sorten. Zudem können Sie aus einem Riesensortiement von mehr als 250 Artikeln Ihre Lieblings-Blumenzwiebeln bestellen.
Inhaltsverzeichnis
Standort
Der Alliumgedeiht umso besser, je sonniger er steht. Der Standort sollte also möglichst vollsonnig sein. Besondere Ansprüche an die Bodenverhältnisse stellt er nicht, allerdings bevorzugt der Zierlauch einen lockeren, nährstoffreichen Boden. Staunässe mag er überhaupt nicht. Weltweit gibt es mehr als 800 verschiedene Arten von Zierlauch, die eine Höhe von 0,60 m bis 1,50 m erreichen können. Die unterschiedlichen Wuchshöhen sollten bei der Wahl des Standorts ebenfalls berücksichtigt werden, insbesondere wenn der Allium zwischen Stauden gedeihen soll.
Nährstoffe

Eine nährstoffreiche Erde ist unabdingbar für ein gutes Wachstum des Zierlauchs: je mehr Dünger er erhält, desto größer wird seine dekorative Blütenkugel. Empfehlenswert ist die Verwendung von organischem Dünger, wie beispielsweise Hornspäne. Wichtig ist, diesen nur um die Pflanze herum aufzutragen und danach einzuharken.
Ebenfalls zu beachten ist die Abneigung von Allium gegenüber Stickstoff: je mehr ihm davon zugeführt wird, desto kleiner werden die Blüten. Dafür schießt das Laub in die Höhe – nicht unbedingt die Optik, die man sich als Gartenbesitzer von seinem Zierlauch wünscht…
Allium hat einen geringen Wasserbedarf
Der Allium benötigt nicht viel Wasser, um zu überleben, und sollte deswegen nur in besonders langen Hitzeperioden beziehungsweise an extrem warmen Tagen gegossen werden.
Zierlauch pflanzen
Zierlauch entwickelt sich aus Zwiebeln, welche im Herbst in die Erde gebracht werden. Beim Stecken der Zwiebeln ist darauf zu achten, dass sie mindestens dreimal so tief in die Erde kommen, wie sie groß sind. optimal ist es, das Pflanzloch mit Kompost aufzufüllen.
Pflege-Tipps
Der Zierlauch hat einen hohen Nährstoffbedarf und sollte deswegen zu Beginn der Austriebsphase gedüngt werden. Je mehr Nährstoffe er erhält, desto größer wird seine Blütenkugel – und das ist schließlich der Wunsch des Gartenbesitzers.
Achtung: zu viel Dünger wiederum kann dazu führen dass die Pflanze mehr Laub statt Blüten bildet.
Im Sommer sollte die Pflanze eine gelegentliche Wassergabe bekommen. Zierlauch ist winterhart und bedarf keines besonderen Winterschutzes. Lediglich jene Zwiebeln, die in Blumenkästen wachsen, sollten eine Abdeckung in Form von Reisig erhalten. Wenn sie verblüht ist, zieht sie seine Blätter ein. Diese können abgeschnitten werden wenn sie vertrocknet sind. Nach dem Entfernen der Blätter kann um den Zierlauch herum Humus in den Boden eingearbeitet werden. Laubreste ebenso entfernen wie verwelkte Blüten.
Soll sich der Allium selbst aussäen, müssen die Blütenstände stehengelassen werden. Alliumzwiebeln können im Herbst oder im Frühjahr in die Erde gebracht werden. Werden die Zwiebeln im Herbst gesteckt, blüht der Allium bereits im kommenden Frühjahr.
Lubera-Tipp: Zwiebeln mindestens dreimal so tief in die Erde stecken, wie sie groß sind. Keine schimmeligen oder angefaulten Zwiebeln verwenden.
Zierlauch Vermehren: Durch Samen oder Brutzwiebeln. Wenn die Samen schwarz sind, müssen sie einige Zeit im Dunkeln gelagert werden; danach können sie in die Erde. Die Brutzwiebeln bilden sich nach Jahren aus bestehenden Alliumzwiebeln. Sie können ausgegraben und an einer anderen Stelle wieder in die Erde gesetzt werden
Bilder-Galerie
Zierlauch Vermehren
Die Pflanze bildet Tochterzwiebeln, welche von der Mutterzwiebel abgetrennt und in die Erde gesteckt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Zierlauch durch Aussaat zu vermehren. Das Saatgut ist im Fachhandel erhältlich, kann aber auch aus bestehenden Zierlauchblüten gewonnen werden: wenn der Zierlauch verblüht ist, werden seien Samenstände stehengelassen, so dass sie eintrocknen. Dann werden sie abgenommen und im Herbst ins Beet gesteckt.
Eine Anzucht aus Samen ist recht mühsam und nicht besonders erfolgsversprechend. Hinzu kommt, dass es circa drei Jahre dauert, bis derart gezüchtete Pflanzen blühen. Von daher ist es empfehlenswert, die einfachste Methode der Vermehrung zu wählen: Samenstände an der Pflanze lassen und darauf warten, dass sich die Samenkapseln öffnen und die Pflanze somit seine Selbstaussaat praktiziert. Dies geschieht übrigens meistens ohnehin, ob es dem Gartenbesitzer nun passt oder nicht.
Krankheiten und Schädlinge
Zierlauch ist gegenüber Krankheiten und Schädlingen weitgehend resistent.
Er leidet viel mehr unter Nässe:
- regnet es zu viel, welkt er schnell;
- steht er zu nass, können seine Zwiebeln verfaulen.
Symbolgrafiken: © T. Linack – Fotolia.com
Ein bisschen verwirrt bin ich von den Angaben im Abschnitt „Nährstoffe“. Einerseits heisst es: „…zu beachten ist die Abneigung von Allium gegenüber Stickstoff: je mehr ihm davon zugeführt wird, desto kleiner werden die Blüten….“, andererseits heisst es kurz davor: „…je mehr Dünger er erhält, desto größer wird seine dekorative Blütenkugel. Empfehlenswert ist die Verwendung von organischem Dünger, wie beispielsweise Hornspäne.“ Der Punkt ist, Hornspäne haben bekanntlich einen hohen Stickstoffgehalt. Wie passt das zusammen??