Wer eine Kübel- oder Zimmerpflanzen App sucht, landet früher oder später beim Flowerpower von Parrot. Der Flowerpower ist ein Pflanzensensor, der die Feuchtigkeit der Erde, das Licht, die Temperatur und auch die Nährstoffversorgung Eurer Pflanze misst. Der Flowerpower funktioniert mit einer Kübel- und Zimmerpflanzen App, mit der Ihr die Werte Eurer Pflanze kontrollieren und mit der Ihr die Versorgung der Pflanze steuern könnt. Ich habe den Parrot Flowerpower für Euch getestet und möchte Euch von meinen Eindrücken berichten.

Drinnen wie draußen einsetzbar - der Parrot Flowerpower
Der Parrot Flowerpower wird in einer hübschen Verpackung geliefert, die allerdings viel Plastikmüll verursacht und beim Auspacken nicht sonderlich handlich ist. Der Ypsilon-förmige Sensor befindet sich in einem kleinen Blumentopf und bereitet schon einmal auf den Einsatz des Gerätes vor. Die Installation und das Handling des Sensors ist sehr einfach, so macht es auch keinerlei Probleme, die bereits beigefügte Batterie einzusetzen.
Inhaltsverzeichnis
Installation der Kübel- und Zimmerpflanzen App des Flowerpower
Der Parrot Flowerpower funktioniert nur mit der Kübel- und Zimmerpflanzen App, die Ihr im Apple App-Store oder bei Google Play kostenlos auf Euer Smartphone oder Euer Tablett herunterladen könnt. Welches Gerät -Tablet oder Smartphone- Ihr verwendet, hängt vor allem davon ab, mit welcher App Ihr Euren Garten und Eure Pflanzen 'steuern' wollt. Ich habe mich für das handliche Smartphone entschieden, da man sich mit dem Smartphone zum Sensor bewegen muss, um den Flowerpower verwenden zu können.

Sensor und App - zusammen ein starkes Gespann
Bevor Ihr loslegen könnt, müsst Ihr in der Kübel- und Zimmerpflanzen App des Flowerpower ein Konto anlegen. Das ist erforderlich, damit die App Eure Pflanzen verwalten kann. Im nächsten Schritt müsst Ihr Eure Pflanze anmelden, damit die App richtige Hinweise zum Gieß- und zum Pflegebedarf machen kann. Zur Anmeldung Eurer Pflanze müsst Ihr in Eurer App in der Pflanzen Datenbank die botanische Art Eurer Pflanze auswählen. Ihr solltet also wissen, welche Pflanze Ihr überwachen wollt. In meinem Test habe ich einen Calamondin überwacht. Leider ist der Calamondin derzeit noch nicht in der Datenbank vorhanden, obwohl diese mehr als 7.000 Pflanzen umfasst. Da ich aber weiß, dass Zitruspflanzen in Ihrem Pflegebedarf sehr ähnlich sind, habe ich als Pflanze einen Orangenbaum ausgewählt.
Tipp: Wenn Ihr Pflanzenanfänger seid, solltet Ihr vor dem Kauf des Parrot Flowerpower zunächst einmal schauen, ob Eure Pflanze in der Datenbank vorhanden ist. Falls sie nicht verfügbar ist, lohnt es sich aber, nach ähnlichen Pflanzen zu suchen.
Einsatz des Flowerpower und der Zimmerpflanzen App
Sinnvoller und glücklicher Weise ist der Flowerpower von Parrot sowohl für drinnen als auch für außen geeignet, so dass es sich in der Tat um eine Garten- und Zimmerpflanzen App handelt. Aus meiner Sicht ist der Einsatz draußen sinnvoller, da unter freiem Himmel und bei Wind und Wetter doch recht schwankende Bedingungen herrschen. Entsprechend sind die Wasserverbräuche und der Pflegebedarf der Pflanzen ebenfalls sehr unterschiedlich, so dass der Einsatz eines Sensors hier eindeutig Sinn macht. Aber natürlich kann der Parrot auch als Zimmerpflanzen App sehr nützlich sein, vor allem etwas vergessliche Gärtner dürften für regelmäßige Erinnerung dankbar sein.
Der Einsatz des Parrot ist denkbar einfach: Die gabelförmige Sonde mit Ihren zwei Ausläufern wird bis zum Anschlag in die Erde gesteckt. Nach dem Einbringen in die Erde muss der Parrot zunächst mit der App verbunden werden. Dieser Bedienvorgang ist wirklich einfach und verläuft sehr nutzerfreundlich. Nach der Verbindung mit dem Parrot benötigt dieser 24 Stunden für eine Erstanalyse, bestimmte Daten wie etwa der Lichteinfall sind aber im Live Modus sofort verfügbar.
Messung des Lichts
Leider ist gerade die bei mediterranen Pflanzen so wichtige Überwachung von Licht und Sonneneinstrahlung nicht ganz eindeutig: in der in der Zimmerpflanzen App gezeigten Grafik ist die Maßeinheit nicht genau angegeben. Nach einigen Suchen habe ich herausgefunden, dass der angezeigte Wert 'Photonen pro Quadratmeter' ist. Der Wert 100 auf der Skala entspricht 600 Photonen pro Quadratmeter. Leider ist nicht klar, was man mit dieser Einheit anfangen kann. Sicher wäre eine Lumen oder Lux als gängige Maßeinheit besser geeignet gewesen, um das Licht zu messen.
Positiv hervorzuheben ist, dass der Lichtsensor sehr sensibel ist. Das sieht man, wenn man den Lichtsensor mit der Hand abdeckt, der gemessene Lichtwert geht sofort in den Keller.
Messung von Wärme, Feuchtigkeit und Düngerbedarf
Auch der angezeigte Temperaturwert entspricht in etwa den Werten von anderen Thermometern, es sieht also nach einer zuverlässigen Messung aus. Das gilt auch für die zentrale Größe der Feuchtigkeit. So zeigte der Parrot trockene Erde an, was meine Pflanze mit eingerollten Blättern bestätigt.
Für die Messung des Düngerbedarfs benötigt der Parrot durchgehend feuchte Erde, die aber gerade bei mediterranen Pflanzen nicht sinnvoll ist. Folglich kann man diese Messung nur bei feuchtigkeitsliebenden Pflanzen einsetzen.
Bewertung des Flowerpower als Garten- und Zimmerpflanzen App
Der Parrot Flowerpower fällt vor allem durch eine sehr einfache Bedienung und seine robuste und gut einsetzbare äußere Form auf. Die App funktioniert reibungslos und ist weitgehend selbsterklärend. Sehr gut funktioniert die Kommunikation zwischen der App und dem Flowerpower Pflanzensensor, die auf Bluetooth Basis erfolgt.
Die gemessenen Werte für die Standortfaktoren Feuchtigkeit der Erde, Temperatur und Licht sind zutreffend, so dass der Flowerpower als zuverlässiges Gerät bezeichnet werden kann. Eine Einschränkung gibt es bei der Messung des Düngebedarfs, diese ist nur möglich, wenn die Erde durchgehend feucht ist. Das kann und sollte aber gerade bei mediterranen Pflanzen nicht immer der Fall sein, da sonst Staunässe droht.
Zweifel muss ich allerdings am zugrunde liegenden Pflegeplan anmelden. Der Pflegeplan bildet verschiedene Kombinationen von Feuchte, Licht und Temperatur ab und gibt für diese Szenarien Pflegeempfehlungen wie etwa 'Gießen'. Bei Zitruspflanzen müsste z.B. bei niedrigen Temperaturen, geringem Licht und geringer Feuchte die Empfehlung 'Nicht Gießen' gegeben werden. Die Pflanzen sind dann nämlich in der Winterruhe und brauchen nur ganz wenig Wasser. Leider hat das der Flowerpower nicht verstanden, denn er forderte regelmäßig, das die Pflanze gegossen werden müsse.
Der Flowerpower ist also für komplexere Pflegesituation bei exotischen oder mediterranen Pflanzen noch nicht geeignet. Allerdings kann man davon ausgehen, dass der 'Algorhitmus' sukzessive verbessert wird.
Etwas lästig ist auch die Reichweite des Flowerpower. Man muss recht nah an die Pflanze herangehen, um eine Messung durchführen zu können. Wenn die Pflanze auf der Terrasse steht, bekommt man also nur mit, dass gegossen werden muss, wenn man auch rausgeht.
Leider unzureichend ist die Länge der Sonden am Sensor. Bei einem größeren Kübel muss man gerade bei mediterranen Pflanzen auch in tieferen Schichten die Feuchtigkeit messen. Dazu sind die aktuellen Sonden leider zu kurz.
Insgesamt zu hoch ist der Preis von ca. 35 Euro. Ein vergleichbarer mechanischer Feuchtigkeitsmesser* ist für um die 10 Euro zu haben. Durch die Bluetooth-bedingte Reichweiten Beschränkung ist der Unterschied zwischen mechanischer und elektronischer Messung garnicht so groß. Beim Parrot bleibt Euch erspart, immer wieder die Sonde in den Boden zu drücken. Dafür braucht Ihr aber auch für jede Pflanze einen Sensor.
Fazit: Der Parrot Flowerpower ist eine interessante Technik mit großem Potenzial. Parrot, der Hersteller, sollte schnellstmöglich an den Einschränkungen arbeiten, damit eine größere Zahl von Pflanzenliebhabern einen Parrot kauft. Dann kann auch der Preis sinken. Für Liebhaber von technischen 'Gadgets' und dem Thema 'Connected Garden' ist der Flowerpower auf jeden Fall ein lohnendes Einstiegs-Tool, um das Thema 'Internet der Pflanzen' zu erleben.
Ich habe eine Zimmerpflanze , die ich nur unter Schiefblatt kenne. Finde sie aber nicht unter diesen Namen . Vielleicht kennen Sie diese Pflanze unter einem anderen Namen .
Mit freundlichen Grüßen ,
H. Niendorf
Hallo,
ich kenne Schiefblatt als Bezeichnung für die Begonie. Hier finden Sie viele Begonienbilder. Würde das passen?
Viele Grüße
Dominik Große Holtforth