
Hemerocallis fulva
Gelbrote Taglilie - robuste, wuchsstarke Wildstaude für Freiflächen und Gehölzränder
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Vorteile
- Lange Blütezeit
- Winterhart und pflegeleicht
- Robust und widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Schädlingen
Boden: Gut durchlässig, humos, nährstoffreich, mäßig feucht bis frisch
Wuchstyp: Ausdauernde, horstbildende Staude
Blatt: Sommergrün, schmal-lanzettlich, frischgrün, bis 90 cm lang in grundständiger Rosette
Blüte: Große, trichterförmige Blüten in Gelborange bis Braunorange mit gelbem Schlund und gelber Zeichnung
Blütezeit: Juni bis August
Wuchshöhe: 60 bis 120 cm, inklusive Blütenstände
Winterhärte: Winterhart bis ca. –30 °C (WHZ 4)
Verwendung: Solitär, Gruppenpflanzung, Beete, Rabatten, Böschungen, Gehölzrand
Pflanzabstand: 40 bis 50 cm, etwa 4 bis 6 Pflanzen pro Quadratmeter
Familie: Tagliliengewächse (Hemerocallidaceae)
Beschreibung
Die Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva) ist eine altbekannte Gartenpflanze, die in mehreren Farbvarianten gepflegt wird, und unter verschiedenen Namen bekannt ist. Sie wird auch als Braunrote Taglilie oder Bahnwärter-Taglilie bezeichnet. Ursprünglich stammt die Art aus Asien und kommt in Korea, Japan und China vor. In Europa und in Nordamerika ist sie als Neophyt verwildert. Sie soll früher in den Gärten von den Bahnwärtern, die Eisenbahnschranken mit der Hand bedient haben, häufig gewesen sein. Aus diesen Gärten heraus soll sich die Art an Bahndämmen entlang ausgebreitet haben.
Eigenschaften und Besonderheiten
Die trichterförmigen Blüten erreichen einen Durchmesser von bis zu 15 cm und blühen in einem sehr variablen Orange, das von Braunorange bis Gelborange variieren kann. Das Zentrum ist oft gelb und die Blütenblätter können eine gelbe Zeichnung aufweisen. Jede einzelne Blüte hält zwar nur einen Tag, doch die Pflanze bildet so viele Knospen, dass sie über Wochen hinweg von Juni bis in den August für ein farbenprächtiges Schauspiel sorgt. Dabei ist diese Zierpflanze sehr wüchsig, robust und pflegeleicht.
Standort und Pflanzung
Die Gelbrote Taglilie bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte auf einem nährstoffreichen, frischen Boden. Vollsonnige Plätze fördern eine besonders reiche Blütenbildung. Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr kurz nach dem Austrieb oder im Herbst nach der Blütezeit. Ein Pflanzabstand von 40 bis 50 cm sorgt dafür, dass sich die Taglilien optimal entfalten können. Pro Quadratmeter reichen 4 bis 6 Pflanzen, um ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen. Es bildet sich schnell ein dichter Bestand.
Pflege und Winterschutz
Die Gelbrote Taglilie ist äußerst pflegeleicht und benötigt nur wenig Aufmerksamkeit. Regelmäßiges Entfernen verblühter Blüten fördert die Bildung neuer Knospen und verlängert die Blütezeit. Im Herbst kannst du die vertrockneten Blätter bodennah abschneiden. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn du Schwierigkeiten mit Blattpilzen oder Schädlingen hattest. Entfernst du das Laub, überwintern weniger Pilzsporen und Schädlinge an der Pflanze.
Ein Winterschutz ist in der Regel nicht erforderlich, da die Pflanze selbst strenge Winter problemlos übersteht. Weil die Pflanzen sich durch Rhizome und Kindel selbst vegetativ vermehren, werden die Bestände mit der Zeit größer und dichter. Du solltest darum Hemerocallis fulva alle 3 bis 4 Jahre ausgraben, teilen und mit passendem Abstand wieder einsetzen, damit die Staude jung und blühfreudig bleibt.
Vermehrung der Gelbroten Taglilie
Die Vermehrung erfolgt am besten durch Teilung des Wurzelstocks. Dieser Vorgang sollte im Frühjahr oder Herbst durchgeführt werden, wenn die Pflanze nicht blüht. Dazu wird der Wurzelballen vorsichtig ausgegraben und in mehrere Teile geteilt. Jedes Teilstück sollte mindestens zwei bis drei kräftige Triebe aufweisen. Die Teilstücke können anschließend direkt wieder eingepflanzt werden.
Krankheiten und Schädlinge
Hemerocallis fulva gilt als äußerst robust und wird nur selten von Krankheiten oder Schädlingen befallen. Schnecken können die jungen Blätter im Frühjahr anfressen. Im Mai legen Taglilien-Gallmücken (Contarinia quinquenotata) ihre Eier in die Blütenknospen von Taglilien. Wenn dadurch ein Madenbefall auftritt, öffnen sich die Blüten nicht, färben sich braun und sterben ab. Sollte das in deinem Garten der Fall sein, entferne die befallenen Knospen und vernichte sie, damit sich der Schädling nicht ausbreitet. Verschiedene Bodenpilze können auf ungeeigneten Böden (Staunässe) Wurzel- und Stängelgrundfäule verursachen. Grauschimmel, Rost, Mehltau und andere Pilze kommen auf den Blättern vor. Außerdem können Nematoden, Blattläuse, Thripse und Raupen auftreten.
Kombinationen mit anderen Pflanzen im Beet
Die Gelbrote Taglilie ist eine vielseitige Staude, die sich hervorragend mit anderen sonnenliebenden Pflanzen kombinieren lässt. Durch ihre aufrechten Blütenstiele bringt sie Struktur und vertikale Akzente in das Beet. Gräser wie Lampenputzergras (Pennisetum) oder das Japanische Blutgras (Imperata cylindrica) bilden einen reizvollen Kontrast zu der Taglilie. In naturnahen Gärten passt Hemerocallis fulva gut zu Wildstauden wie der Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare), der Wiesenschafgarbe (Achillea millefolium) oder dem Wasserdost (Eupatorium).