
Nach der Orchidee gehört die Euphorbia zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. In nur 8 Wochen werden jährlich über 35 Millionen Exemplare verkauft. Aber nicht immer zeigt sich die stimmungsvolle Pflanze in voller Pracht. Der Weihnachtsstern verliert Blätter und wird schnell welk.
Inhaltsverzeichnis
Weihnachtsstern verliert Blätter- was tun?
Es gibt ihn in kraftvollem Rot oder himmlischem Cremeweiß, in zartem Rosa und sogar zweifarbig: Gemeint ist der Weihnachtsstern, der jedes Jahr zum himmlischen Fest in nahezu jedem Haushalt und Büro zu finden ist.
Pünktlich zu Weihnachten sollte der ursprünglich aus Mexiko, Mittel- und Südamerika stammende Adventsstern oder Christstern farbenfroh blühen und für viele unvergessliche Weihnachtsmomente sorgen. Doch leider reagiert die Topfpflanze sehr sensibel auf äußere Einflüsse und „bedankt“ sich mit dem Abfallen der dekorativen Nebenblätter oder rollt die Blätter kurzerhand ein.
Ursachen für den Blattverlust
Weihnachtssterne gehören zu den Wolfsmilchgewächsen und sind vor allem wegen ihrer sternförmig angeordneten und intensiv gefärbten Hochblätter beliebte Zierpflanzen.
Ihre eigentlichen Blüten sitzen in der Mitte der gefärbten Hochblätter, die von vielen fälschlicherweise als Blüten angesehen werden. Jedoch sitzen diese in deren Zentrum und sind eher unscheinbar klein und grün-gelblich gefärbt. Für den Blattverlust sind in der Regel äußere Einflüsse verantwortlich.
Weihnachtsstern verliert Blätter – falscher Standort?
Weihnachtssterne benötigen eine Dunkelphase von mindestens 12 Stunden am Tag, damit sie als Kurztagpflanzen Blüten ansetzen. Künstliches Licht im Winter sorgt dafür, dass der Weihnachtsstern zu viel Licht bekommt und in den Blühstreik tritt. Dieser geht einher mit dem Verlust der farbenfrohen Hochblätter. Allerdings muss die mehrjährige Pflanze nicht gleich entsorgt werden.
Falsches Gießen

Genannt wird die schöne Pflanze auch Poinsettie und sie wächst eigentlich zu hohen Sträuchern. Bei uns jedoch haben Züchtungen die kleinen Topfpflanzen hervorgebracht. Falsches Gießen führt schnell dazu, dass die Hochblätter abfallen.
Schuld kann Staunässe und zu häufiges Gießen sein. Besser den fast trockenen Wurzelballen einige Minuten ins Wasser setzen. Danach gut abtropfen lassen und zurück in den Übertopf.
Lubera-Tipp: Alle 2-3 Tage den Weihnachtsstern mit lauwarmem Wasser aus einer Sprühflasche besprühen. So sorgt man für die optimale Luftfeuchtigkeit und schützt vor Austrocknung der Erde.
Zugluft / Standort zu kühl
Der Kauf von üppig wachsenden und intensivgefärbten Weihnachtssternen sollte gut geplant sein. Denn Kälte ist ein Feind für die empfindliche Schönheit. Schon der Weg zum Auto bei Minusgraden kann dazu führen, dass die Blätter gelb werden und sich einrollen. Auf keinen Fall aber darf die Pflanze ohne Schutz durch die Kälte getragen werden oder in der Garage stehen. Am besten direkt nach Hause, auspacken und ins warme Zimmer stellen.
Zu viel / zu wenig Bodenfeuchtigkeit
Staunässe und zu häufiges Gießen wird vom Weihnachtstern unmittelbar mit welken Blättern angezeigt. Ausgetrocknete Topferde mag die Blühpflanze jedoch auch nicht. Alle 3-4 Tage das Substrat auf die richtige Feuchtigkeit kontrollieren. Auch niedrige Luftfeuchtigkeit und warme Heizungsluft am Standort führt zu trockener Erde.
Richtige Pflege
Neben den idealen Gieß- und Standortbedingungen benötigt der dekorative Weihnachtsstern einmal die Woche einen Volldünger im Gießwasser. Da die hübsche Zierpflanze nur wenig Nährstoffe benötigt, lieber sparsam düngen.
Tipps zur Rettung des Weihnachtssterns
Die mehrjährige Pflanze kann auch mit Blattverlust ins nächste Jahr gerettet werden.
- Nach der Blüte stark zurückschneiden
- In frisches Substrat pflanzen
- Im Sommer hell, aber ohne direkte Sonne, draußen stehen lassen
- Im Herbst ins Haus holen
- An einen hellen Standort ohne künstliches Licht stellen
Wenn dann der Standort und die Pflege angepasst werden, sollte einer Blüte pünktlich zur Adventszeit nichts im Wege stehen.
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