Die Aschenblume ist – entgegen ihres Namens – kein Aschenputtel: die kleine Zimmerpflanze bildet farbenfrohe Blüten und vermittelt ein exotisches Flair. Zudem ist sie recht pflegeleicht, so dass mit ein wenig Knowhow einem langen Pflanzenleben nichts entgegensteht. Entgegen der landläufigen Meinung, es handelt sich bei den Aschenblumen um einjährige Gewächse, können die kleinen Zierpflanzen durchaus mehrere Jahre lang überleben – vorausgesetzt, man lässt ihnen die richtige Pflege zukommen…
Inhaltsverzeichnis
- Aschenblume Pflegetipps für Schnellleser
- Wissenswertes über die Aschenblume
- Aschenblume ist ein Frühblüher
- Aschenblume braucht halbschattigen Standort
- Aschenblume Substrat: durchlässig!
- Aschenblume richtig pflanzen und umtopfen
- Aschenblume Vermehrung durch Aussaat
- Aschenblumen im Frühsommer aussäen
- Aschenblume Pflege Tipps
- Aschenblume schneiden?
- Aschenblume überwintern
- Aschenblume Krankheiten und Schädlinge
Aschenblume Lubera Pflanzen-Steckbrief
Aschenblume Pflegetipps für Schnellleser
- Blütezeit: März bis Juni
- Standort: halbschattig; warm; im Sommer im Freien
- Substrat: durchlässig
- Pflanzen/Umtopfen: Kübelhaltung; umtopfen alle zwei Jahre
- Vermehrung: Aussaat
- Aussaatzeit: Frühsommer
- Gießen: regelmäßig; Staunässe vermeiden
- Düngen: April bis August wöchentlich; alternativ Langzeitdünger
- Schneiden: welke, kranke Triebe; verblühte Blüten
- Überwintern: helles Winterquartier bei 10-15°C
- Krankheiten: Wurzelfäule
- Schädlinge: Blattläuse

Wissenswertes über die Aschenblume
Bei der Aschenblume, Pericallis senetti, handelt es sich um eine Pericallis Hybride, die auch unter der Bezeichnung „Garten-Zinerarie“ bekannt ist. Sie gehört zur Familie und stammt ursprünglich von den Kanarischen Inseln sowie von Madeira.
Aschenblumen erreichen eine maximale Wuchshöhe von 60 cm und werden höchstens 20 cm breit. Somit sind sie auch für schmalere Fensterbänke optimal geeignet. Ihr immergrünes Laub besitzt einen intensiven, dunkelgrünen Farbton, die Blüten sind – je nach Sorte – weiß, rosafarben, rot, blau oder violett.
Die Zinerarie ist hierzulande nicht nur wegen ihrer Schönheit beliebt, sondern auch wegen ihrer Pflegeleichtigkeit. Es bedarf lediglich etwas Aufmerksamkeit seitens ihres Besitzers, um der kleinen Pflanze die optimale Versorgung zukommen zu lassen. Sie wird es ihm wiederum durch schöne Blüten, dekoratives Laub und somit einen sehr ansprechenden Anblick danken.
Aschenblume ist ein Frühblüher
Die Blütezeit der dekorativen kleinen Zimmerpflanze erstreckt sich von März bis in den Juni hinein. Wird die Aschenblume optimal kultiviert, so bildet sie während dieser Zeit immer wieder neue Blüten – allerdings meistens nur in ihrem ersten Lebensjahr. In den folgenden Jahren neigt sie eher zur Bildung weniger Blüten und zu wildwüchsigen Trieben, was ihrer Schönheit jedoch keinen großen Abbruch tut.
Aschenblume braucht halbschattigen Standort
Bevorzugt gedeihen Zinerarien an einem halbschattigen Standort, der zudem noch warm sein sollte. Direkte starke Sonneneinstrahlung sollte jedoch möglichst vermieden werden, weil die kleinen Zierpflanzen unter derartigen Bedingungen weniger Blüten bilden werden. Auch leidet ihre Widerstandsfähigkeit. Wer dies vermeiden möchte und vorsorglich einen schattigen Platz auswählt, tut seiner Aschenblume jedoch auch keinen Gefallen. Eine nach Osten gelegene Fensterbank ist in der Regel optimal.
Bei der Auswahl des Standorts muss zudem noch beachtet werden, dass die Pflanze dort keiner Zugluft ausgesetzt ist.
Den Sommer über verbringt die Aschenblume gerne im Freien; der dortige Standort muss ebenfalls halbschattig, warm und zugluftfrei sein. Da die Pericallis Hybride jedoch nicht winterhart ist, muss sie zwingend ins Haus geholt werden, sobald die Temperaturen dauerhaft unter 15°C fallen.
Aschenblume Substrat: durchlässig!
Bezüglich ihres Pflanzsubstrates ist die Aschenblume sehr bescheiden: sie gedeiht in handelsüblicher Blumenerde. Einzige Voraussetzung ist, dass diese durchlässig ist, da die Zierpflanze keine Staunässe verträgt. Optimal ist es, wenn dieses noch humusreich ist.

Aschenblume richtig pflanzen und umtopfen
Manch ein Pflanzenliebhaber setzt seine Garten-Zinerarie über den Sommer ins Beet. Von einem derartigen Procedere ist abzuraten, da bei einer Freilandpflanzung den Ansprüchen der kleinen Pflanze nicht genüge getan werden kann. Am wohlsten fühlt sie sich, wenn sie in einem Pflanzgefäß gehalten wird.
Wer dennoch eine Freilandpflanzung möchte, kann seine Aschenblume in gewöhnliche Gartenerde setzen, sofern diese
- durchlässig und
- humusreich
ist. Dies kann im späten Frühling geschehen.
Als Pflanzgefäße können sowohl Blumentöpfe gewählt werden, in denen jeweils eine einzige Pflanze Platz findet als auch große Pflanzkübel für mehrere Exemplare. Obwohl die Aschenblume auch als Solitärpflanze einen guten Eindruck macht, sollte letztere Variante bevorzugt werden, da die dekorativen Zinerarien besonders gut in Gruppen zur Geltung kommen. Das Pflanzgefäß sollte ausreichend groß gewählt werden und unten Löcher haben; ansonsten sind folgende Kriterien zu beachten:
- Unten in das Pflanzgefäß eine Drainage aus Kies oder Tonscherben legen
- Etwa 5 cm Pflanzsubstrat einfüllen
- Aschenblumen einsetzen, wobei zwischen ihnen jeweils ein Abstand von 10 – 12 cm eingehalten werden sollte
- Pflanzgefäß mit Erde auffüllen
- Gut angießen
Ein Umtopfen ist alle zwei Jahre notwendig; die beste Zeit hierfür ist das Frühjahr. Dabei sollte das Wurzelwerk der Pflanzen weitestgehend vom alten Substrat werden.
Lubera-Tipp: Aschenblumen in verschiedenen Farben zusammen in ein Gefäß pflanzen!
Aschenblume Vermehrung durch Aussaat
Die einzige Möglichkeit, die Zinerarien zu vermehren, liegt in der Aussaat. Saatgut ist bei manchen Fachhändlern zu erwerben, allerdings sind diese eher die Ausnahme. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte von bestehenden Aschenblume Samen gewinnen und diese für eine Anzucht nutzen. Da die kleinen Samenkapseln sehr spontan aufplatzen und somit für eine Selbstaussaat und demzufolge unkontrollierte Vermehrung sorgen, ist es sinnvoll, kurz vor der Samenreife Gazetücher oder Tücher aus anderem engmaschigen Material um die Pflanze herum auszulegen. Dort sammeln sich die kleinen Samen und können dann zusammen mit der Gaze aufgenommen und zur Aussaat verwendet werden.
Wer weder eine Selbstaussaat noch Saatgut für eine kontrollierte Vermehrung wünscht, sollte die verblühten Blüten zwingen sofort abschneiden!
- Flache Anzuchtschale mit nährstoffarmer Erde füllen
- Samen leicht in die Erde drücken
- Vorsichtig anfeuchten
- Gefäß mit durchsichtiger Folie abdecken (täglich lüften)
- Hellen, warmen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung auswählen
Nun dauert es nur wenige Wochen, bis sich die ersten Keimlinge zeigen. Ist dies der Fall, wird die Folie entfernt. Haben die jungen Aschenblumen mindestens zwei Blattpaare gebildet, werden sie in Einzeltöpfe umgepflanzt und so kultiviert wie erwachsene Exemplare.
Lubera-Tipp: Substrat nur mit einem Wassersprüher anfeuchten, um die zarten Keimlinge nicht zu beschädigen!
Aschenblumen im Frühsommer aussäen
Aschenblumen werden bevorzugt im Frühsommer ausgesät, da zu diesem Zeitpunkt frisches Saatgut zur Verfügung steht. Wer dieses jedoch aufheben möchte beziehungsweise beim Fachhändler erworben hat, kann bereits im Frühjahr die Aussaat starten.

Aschenblume Pflege Tipps
- Gießen: Steht die Aschenblume zu trocken, erschlaffen zunächst ihre Blätter; später vertrocknet sie komplett. Um dies zu verhindern, muss sie regelmäßig gegossen werden; Staunässe ist jedoch zwingend zu vermeiden. Optimal geeignet ist zimmerwarmes Wasser. Auch während des Winters benötigt die Aschenblume Wassergaben. Diese sollten so häufig erfolgen, dass das Substrat nicht austrocknet. Beim Gießen sollte darauf geachtet werden, dass das Gießwasser möglichst direkt auf das Substrat gelangt, und nicht auf die Blätter. Dort könnten sich unschöne Flecken bilden.
- Düngen: Von April bis August bekommt die Zinerarie wöchentlich eine Gabe Flüssigdünger zusammen mit dem Gießwasser. Alternativ kann ihr auch Langzeitdünger verabreicht werden, beispielsweise in Form von Düngestäbchen. Dieser muss jedoch so eingesetzt werden, dass spätestens ab September keine Nährstoffversorgung mehr erfolgt, da sich die Pflanze dann in Winterruhe begibt.
Aschenblume schneiden?
Genereell neigt die Zinerarie dazu, starken Wildwuchs zu bilden. Verhindern lässt sich dieser nicht, jedoch etwas hinauszögern: ein starker Rückschnitt sorgt dafür, dass die Zierpflanze wieder zarte Triebe bildet. Dieser Schnitt kann vom zeitigen Frühjahr bis zum September erfolgen; danach sollte die Aschenblume nicht mehr geschnitten werden.
Neben dem Radikalschnitt werden
- kranke,
- welke sowie
- wuchernde
Triebe eingekürzt beziehungsweise entfernt. So behält die Garten-Zinerarie ihre schöne Wuchsform ein wenig länger…
Verblühte Blüten sollten ebenfalls umgehend abgeschnitten werden. Diese Maßnahme verhindert nicht nur eine ungewollte Selbstaussaat, sondern regt zudem noch die Bildung neuer Blüten an.
Lubera-Tipp: Nur saubere, scharfe Schnittwerkzeuge verwenden!

Aschenblume überwintern
Allgemein herrscht die Auffassung, dass es sich bei den Zinerarien um einjährige Pflanzen handelt – und als solche werden sie auch im Fachhandel angeboten. Manch ein Pflanzenliebhaber wirft die dekorativen Gewächse deshalb zum Ende der Vegetationsperiode einfach weg. Dies ist insofern schade, als dass sie in der Regel noch einige Lebensjahre vor sich haben, und diese Chance sollten sie auch bekommen. Eine richtige Überwinterung hilft dabei:
- Sobald die Temperaturen dauerhaft unter 15°C fallen, sollte die Aschenblume ins Haus geholt werden
- Ab September setzt die Vegetationsruhe ein
- Winterquartier auswählen, welches hell ist und in dem Temperaturen zwischen 10°C und 15°C herrschen
- Ein Standort an der Heizung ist ebenso zu vermeiden wie direkte Sonneneinstrahlung
- So viel und regelmäßig gießen, dass das Substrat nicht austrocknet
- Düngen einstellen
Im folgenden Frühjahr kann die Aschenblume wieder ins Freie gebracht werden, wenn keine Kahlfröste mehr zu erwarten sind. Sinnvoll ist es, zunächst einen schattigen Standort zu wählen, und erst nach einigen Tagen die Zierpflanze an ihren endgültigen, halbschattigen Platz zu bringen. So kann sie sich langsam an das UV-Licht gewöhnen, ohne dass ihre Blätter Schäden annehmen.
Aschenblume Krankheiten und Schädlinge
- Wurzelfäule: Wird die Zierpflanze zu stark gegossen beziehungsweise bildet sich Staunässe, kann Wurzelfäule entstehen. Ist diese erst einmal vorhanden, gibt es in der Regel keine Rettung mehr für die betroffene Pflanze. Im Anfangsstadium kann sie in frisches, trockenes Substrat umgetopft werden, nachdem verfaulte Wurzelteile entfernt worden sind, jedoch wird die Wurzelfäule meistens zu spät erkannt. Um der Krankheit vorzubeugen, ist es daher unabdingbar, ein Pflanzgefäß mit Löchern im Boden zu wählen und dieses mit einer Drainage zu versehen.
- Blattläuse: Die zarten, grünen Pflanzenteile sind eine wahre Delikatesse für Blattläuse, weswegen die Zinerarie landläufig gerne als „Läuseblume“ bezeichnet wird. Sie kommen häufig in Scharen, um die Aschenblume auszusaugen. Da sie große Schäden an ihr anrichten können, sollten sie bekämpft werden. Zunächst sollte diese Bekämpfung mithilfe von Hausmitteln erfolgen; bleibt sie jedoch erfolglos, müssen spezielle Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Stark befallene Triebe werden abgeschnitten. Vorbeugend können Gelbtafeln in die Pflanzgefäße gesteckt werden, an denen die saugenden Schädlinge klebenbleiben und somit erst gar nicht auf die Pflanze gelangen.
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