Funkien im Kübel sehen grossartig aus, und sind dort auch vor Schnecken sicherer. Mit ihren attraktiven Blättern und ihrer Schattenverträglichkeit schmücken sie schummrige Gartenecken. Jeder Standort im Garten, Balkon oder Terrasse erhält mit Funkien im Kübel die Eleganz und Ausstrahlung, die er verdient hat. Mit ihrer Schönheit und Pflegeleichtigkeit sind sie eine ausgezeichnete Wahl auch für diejenigen, die noch nicht so viel Erfahrung mit dem Gärtnern haben. Aber vorsichtig: Auch wenn du nur eine Funkie, beziehungsweise Hosta kaufen wolltest, kann dir das zum Verhängnis werden. Funkien im Kübel führen schnell zu einer Sammelleidenschaft.
Inhaltsverzeichnis
- Zusammenfassung
- Herkunft der Hostas und ihrer Sortenvielfalt
- Standort
- Funkien im Kübel für die grosse Show
- Schnecken an den Hostas im Topf
- Funkien im Kübel: Eintopfen und umtopfen
- Welche Erde für die Hostas im Topf?
- Funkien im Kübel giessen und pflegen
- Hostas im Kübel düngen
- Winterhärte
- Welche Hosta für welchen Kübel
- Unsere Hosta Sorten für den grossen Kübel (25 Liter und mehr)
- Schöne Hosta-Sorten für Kübel mittlerer Grösse (20-25 Liter)
- Die Mini-Hostas für kleine Töpfe (5-10 Liter)
Zusammenfassung
- Hostas stammen aus den Wäldern von Russland, China und Japan. Der optimale Standort für Funkien im Kübel ist daher der lichte Schatten unter Bäumen.
- Funkien werden als Laubschmuckpflanzen geschätzt, die sich mit Kübelpflanzung besonders gut in Szene setzen lassen.
- Funkien im Kübel werden nicht so schnell von den Schnecken entdeckt. Zusätzlich gibt es für Kübel inzwischen einen Schutzanstrich, über den Schnecken nicht kriechen mögen.
- Hostas mögen es an ihren Wurzeln stetig leicht feucht. Daher eignen sich für sie Pflanzgefässe aus Kunststoff am besten, aus denen das Giesswasser nur langsam verdunstet.
- Alle Hostas sind winterhart.
Herkunft der Hostas und ihrer Sortenvielfalt
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der botanischen Gattung Hosta, auch Funkien genannt, ist der Ferne Osten. Dort wachsen die schönen Stauden in den schattigen Wäldern von Russland, China und Japan.
Den Hosta-Pflanzen im Herkunftsgebiet fehlt allerdings die auffällige Muster- und Farbvielfalt unserer heutigen Gartenformen, die wir an ihnen so schätzen. Vermutlich waren asiatische Gärtner die ersten, die Hostas kultivierten, wie frühe Dokumente aus der Han-Dynastie zu belegen scheinen. Die ersten auffälligen Variationen in Form und Farbe sind allerdings das Ergebnis der Züchtungsbemühungen leidenschaftlicher Gärtner und Gärtnerinnen in Europa und Amerika. Die ersten Hostas erreichten sie ab den frühen 1830er Jahren, nachdem sie von Japan aus nach Holland eingeführt wurden. Von Holland aus wurden sie bald in die ganze Welt weitergereicht.
Als erstes kamen Funkien mit goldgelbem Laub auf den Markt, später folgten blau-grüne Sorten. Auch die Formen und Grössen wurden immer vielfältiger. Heute gibt es Tausende von Sorten. Die kleinsten sind gerade einmal 6 cm gross, und kommen im Topf besser zur Geltung, als neben üppigen Stauden im Schattenbeet. Die grössten Funkien erreichen stolze 150 cm, und wirken im grossen Kübel unglaublich imposant. Auch die Farbpalette ist inzwischen riesig. Die manchmal nahezu herzförmigen Blätter zeigen alle erdenklichen Grüntöne. Auf den grünen Hosta-Blättern finden sich bei vielen Sorten zauberhafte Musterungen in Hellgrün, Gelb und Weiss.
Standort
Funkien (Hostas) sind genügsam, solange sie genug Feuchtigkeit im Wurzelbereich vorfinden. Sie gedeihen daher am besten im lichten bis vollen Schatten, da sich die Feuchtigkeit des Bodens hier am längsten erhält. Je sonniger der Standort, desto öfter müssen sie gegossen werden.
Alle Funkien sind ideal für die Verwendung in Kübeln, die auf Terrassen, Balkonen oder in schattigen Gartenbereichen platziert werden. Die robusten Pflanzen tolerieren im Topf so gut wie alle Pflanzerden.
Die einzelnen Pflanzen lassen sich, in Töpfe gepflanzt, leicht immer wieder neu und dekorativ anordnen. Ein schöner Standort, unter denen Funkien im Kübel besonders gut gedeihen, ist der unter hohen Bäumen. Das Blätterdach bietet, besonders im Hochsommer, Schutz vor der sengenden Sonne, die den Boden an den Wurzeln schnell austrocknen lassen würde.
Bild: Diese Funkien-Sammlung steht unter einem Schatten spendenden Baum. Das ist der ideale Standort für Funkien im Kübel, denn das Laubdach bietet Schutz vor der austrocknenden Sonne.
Funkien im Kübel für die grosse Show
Funkien sind für ihre auffälligen Blätter bekannt. Nirgends kommen die Besonderheiten des Laubs jeder einzelnen Hosta-Sorte so schön zum Ausdruck wie im Kübel. Die Blätter zeigen eine grosse Vielfalt an Formen, Grössen und Farbtönen. Gelbe und weisse Panaschierungen der Blätter zeichnen faszinierende Muster auf das schöne Laub, und bringen Licht in den dunklen Teil deines Gartens. Die Blätter können auch verschiedene Formen und Texturen haben, von glänzend und glatt bis hin zu gewellt und gerippt. Eine Hosta-Sammlung wirkt in Kübeln elegant und edel, und die Besonderheit jeder Sorte kommt bestens zur Geltung.
Bild: Die Unterschiede zwischen den Hosta Sorten liegen im Detail. Die Vielzahl der möglichen Grüntöne und Musterungen (Panaschierungen) lädt dazu ein, die Besonderheiten jeder einzelnen Sorte zu entdecken.
Viele kaufen anfangs eine Funkie, dann eine zweite und dritte. Schliesslich entwickeln sie eine Sammelleidenschaft, die in einer ganzen Funkien-Sammlung mündet. Für die Präsentation der Pflanzenschätze werden oftmals richtige Showtreppen errichtet, auf denen die Funkien durch die Höhenstaffelung bestens zur Geltung kommen. Auch breite Treppenaufgänge erfüllen diesen Zweck. Die geschickte Kombination kleiner und grosser Hosta-Sorten in kleinen und grossen Töpfen schafft einen ähnlichen Effekt.
Schnecken an den Hostas im Topf
Warum zeigen die Funkien im Kübel die schönsten Blätter? Weil sie dort nicht so schnell von den Schnecken entdeckt werden. Die saftig-zarten Blätter aller Hostas sind nämlich ungiftig und ohne Bitterstoffe. Wir Menschen können sie aus diesem Grund sogar in der Küche verwenden. Um die Essbarkeit der Hostas wissen leider auch die Schnecken, die die Pflanzen aus diesem Grund gerne aufsuchen. Eine Funkie im Kübel wird von den Schnecken aber weniger schnell aufgespürt als diejenigen im Beet. Aber auch wenn die Schnecke den Topf für sich bereits entdeckt hat, wird sie dort leichter aufgespürt. Besonders im Dämmerlicht der Abendstunden entdeckt man ihr gefrässiges Treiben schnell. Dann kann man sie gut von den Pflanzen absammeln, und sie woanders an den gedeckten Tisch setzen, zum Beispiel auf dem Komposthaufen.
Inzwischen gibt es im Handel einen Schutzanstrich, über den Schnecken nicht kriechen mögen. Es ist ausreichend, wenn das Mittel mit dem Pinsel als breites Band rund um den Kübel aufgetragen wird. Keine Schnecken kann die Barriere überwinden, und tritt umgehend den Rückzug an.
Funkien im Kübel: Eintopfen und umtopfen
Wenn du deine Hostas oder Funkien im Kübel umtopfen möchtest, gehst du am besten wie folgt vor:
- Wähle als neues Pflanzgefäss einen Kübel aus, der im Durchmesser mindestens 5cm grösser ist als der vorherige.
- Stelle den ursprünglichen Topf mit der Funkie (Hosta) darin in ein Wasserbad, so dass sich der Wurzelballen vollsaugt
- Nimm die Funkie aus ihrem ursprünglichen Pflanztopf, und lockere den Wurzelballen.
- Zeigen die Wurzeln Drehwuchs, entferne möglichst viel von der alten Topferde, so dass die Wurzeln freigelegt werden.
- Setze die Hosta zusammen mit frischer Erde in den neuen Kübel. Anschliessend kräftig angiessen – auch bei Regenwetter.
Bild: Für Funkien im Kübel eignen sich Kunststofftöpfe besonders gut. In ihnen wird die Feuchtigkeit der Erde besser bewahrt als in Tontöpfen.
Welche Erde für die Hostas im Topf?
Reine Gartenerde als Pflanzerde für Hostas verschlämmt gerne. Sie wird aber, im Verhältnis 1:1 mit reifem Kompost vermischt, zur bestens geeigneten Pflanzerde. Der Lehmanteil der Gartenerde hilft, die Feuchtigkeit im Substrat zu halten. Statt Kompost kannst du in der Mischung auch unsere Fruchtbare Erde Nr. 4 ohne Torf einsetzen. Für alle Hostas im Topf eignet sich ebenfalls unsere Fruchtbare Erde Nr. 1, die Kübelerde.
Funkien im Kübel giessen und pflegen
Funkien im Kübel brauchen nur wenig Pflege. Wichtig ist es aber, dass sie sie regelmässig gegossen werden, besonders bei heissem Wetter. Das gilt vor allem für die Pflanzen, die in Behältern stehen, die Wasser schnell abführen. Unglasierte Tontöpfe trocknen schneller aus als glasierte Kübel oder Plastiktöpfe. Je sonniger der Standort der Kübelpflanzen, desto öfter müssen sie gegossen werden.
Abgesehen davon benötigen Funkien nur gelegentliches Düngen oder reifen Kompost, um gesund zu bleiben. Wenn du dazu noch gelegentlich abgestorbene Blätter entfernst, hast du an Funkien im Kübel jahrelang Freude.
Hostas im Kübel düngen
Eine Funkie braucht nicht viel Dünger, solange sie in nährstoffreiche Pflanzerde getopft wurde. Eine Hosta, die schon Jahre im Topf steht, kann allerdings einen Nährstoff-Kick brauchen. Oft reicht schon eine grosszügige Beimengung von reifem Kompost zur Pflanzerde, um die Pflanzen mit allen Nährstoffen zu versorgen. Andernfalls streust du ein wenig Langzeitdünger wie den Frutilizer® Saisondünger Plus unter die Pflanze, harkst den Dünger ein wenig ein, und giesst sie anschliessend kräftig.
Winterhärte
Funkien sind winterhart und können in den meisten Klimazonen im Freien überwintern. In einer Region mit sehr strengen Wintern kann es trotzdem sinnvoll sein, die Funkie im Kübel im Winter in einem geschützten Bereich aufzustellen. Grosse Kübel oder Töpfe bieten der Pflanze an den Wurzeln mehr Schutz, da sie nicht so schnell komplett durchfrieren und wieder auftauen.
Welche Hosta für welchen Kübel
Ob kleiner Balkon und Terrasse oder grosszügiger Garten: Es gibt für jeden Standort die richtige Funkie.
Die bislang grössten Funkiensorten auf dem Markt werden bis zu 150 cm hoch. Sie passen dann in keinen handelsüblichen Kübel mehr. Die grossen Hosta-Sorten in unserem Lubera-Sortiment bleiben aber kleiner als diese Giganten, und kommen im 25l Kübel gut zurecht. Die meisten Sorten mittlerer Grösse gedeihen auch im 20 Liter Kübel. Für alle sehr beengten Standorte bieten wir unsere Zwerg-Sorten an, die auch mit 5 Liter Töpfen zufrieden sind. Diese eignen sich sogar als Tisch-Dekoration.
Unsere Hosta Sorten für den grossen Kübel (25 Liter und mehr)
Zu den schönsten und zugleich kräftigsten Hostas zählen die Sorten der Blaublatt-Funkie (Hosta sieboldiana). Ihre beinahe herzförmigen Blätter sind blau-grün, leicht bereift und stark gerippt. Blaublatt-Funkien bilden imposante Horste und benötigen daher einen grossen Kübel von mindestens 25 Liter. Sie wachsen eher langsam, und müssen daher nur selten umgetopft werden.
Bild: Die edel wirkende Sorte der Blaublatt-Funkie 'Elegans' wurde bei der Staudensichtung sogar mit sehr gut bewertet.
Bild: Bei der Blaublatt-Funkie (Hosta sieboldiana) 'Big Daddy' lässt schon der Name erkennen woran man bei ihr ist, denn sie wird besonders mächtig.
Bild: Interessante Blätter zeigt die Zweifarbige Herzblattlilie (Hosta sieboldiana) 'Wide Brim', deren blaugrüne Blattmitte zartgrün eingefasst ist.

Bild: Genau umgekehrt macht es die Dreifarbige Garten-Herzblattlilie (Hosta sieboldiana) 'Golden Meadows', denn sie hat eine hell- bis mittelgrüne Blattmitte und einen nach aussen dunkelgrün verlaufenden Blattrand.
Die aus Japan stammende Grüne Riesen-Funkie (Hosta elata) erreicht mit dunkelgrünen, leicht glänzenden Blättern stattliche 70-120 cm, und ist ebenfalls am besten im grossen Kübel aufgehoben. Die Hosta x cultorum 'Kingsize' macht ihrem Namen alle Ehre, gehört zu den grössten Hostas überhaupt.
Schöne Hosta-Sorten für Kübel mittlerer Grösse (20-25 Liter)
Hostas, die eine Höhe von bis zu 60cm erreichen und zartes, schmales Laub entwickeln, passen auch auf kleine Balkone. Für sie eignen sich Pflanzgefässe, die 20-25 Liter fassen. Auch ein 15 Liter Kübel würde noch funktionieren, wird den Wurzeln aber schnell zu klein, so dass sie öfters geteilt und neu gepflanzt werden müssen. Viele dieser Sorten haben ausgefallene Blattmusterungen.
Bild: Hosta x undulata 'Albomarginata' wird 50cm hoch und hat schmal-lanzettliches, hellgrünes Laub mit weissem, gewelltem Rand.
Bild: Hosta x cult. 'Pauls Glory' entwickelt bei bleicher Grösse schöne, gelb-grüne Blätter mit dunkelgrünem Rand.
Bild: Hosta x tardiana 'Halcyon' ist eine bewährte Sorte mit blaugrünem Laub, die schöne runde Horste bildet. Die Hosta x tardiana 'June' bleibt mit ihren 25-25 cm recht klein, und bildet schmal zulaufendes, hellgelbes, grün gerandetes Laub aus.
Die Mini-Hostas für kleine Töpfe (5-10 Liter)
Die kleinsten Hostas eignen sich für Töpfe die 5-10 Liter fassen. Mit ihrem geringen Platzbedarf eignen sie sich auch für kleine Balkone oder zur Unterpflanzung grosser Kübelpflanzen, wie Gehölzen.
Bilder: Unsere kleinsten Sorten Hosta tokudama 'Blue Cadet' und Hosta tokudama 'Blue Mouse Ears' wirken neben den grossen grossen Funkien-Verwandten nahezu rührend und sind für kleine Töpfe und beengte Verhältnisse bestens geeignet. Die hübschen Kleinen dürfen in keiner Hosta-Sammlung fehlen.