
Ist Wilder Wein giftig oder sind die Beeren essbar? Alle Weinarten gelten als ungiftig, jedoch enthalten die schwarzblauen Beeren, der auch als Jungfernrebe bezeichneten Kletterpflanze, Oxalsäure. Sie kann bei übermäßigem Verzehr und bei Kindern und Babys zu Vergiftungserscheinungen wie Durchfall, Erbrechen und Übelkeit führen. In großen Mengen kann sie sogar tödlich wirken. Wenn Sie überlegen Weinreben zu kaufen, finden Sie im Lubera®-Gartenshop kräftige, robuste Jungpflanzen in verschiedenen Sorten.
Inhaltsverzeichnis
Wilder Wein – Giftstoffe und Symptome
Im Wilden Wein findet sich in den Beeren die gesundheitsgefährdende Oxalsäure, die bei einer Aufnahmemenge von 4-5 Gramm reiner Säure tödlich sein kann. Sie fördert die Bildung von Nierensteinen, benötigt aber einen ausreichenden Calciumgehalt im Stoffwechsel, um negative Auswirkungen zu haben.
Die gesamte Pflanze gilt bei Botanikern nur als leicht giftig. Oxalsäure findet sich sowohl in den Beeren als auch in den Blättern, der ursprünglich aus Nordamerika stammenden Zierpflanze.
Wilder Wein giftig für Menschen
Grundsätzlich sollen keine Teile des Wilden Weins verzehrt werden. Die enthaltene Oxalsäure benötigt zwar ausreichend Calcium, um sich zum gesundheitsschädlichen Oxalat im Stoffwechsel zu binden, sie gilt aber als gesundheitsschädlich.
Kinder / Baby
Besonders Kinder und Babys finden die blauschwarzen Früchte beim Wilden Wein sehr verlockend. Vom Verzehr wird aber dringend abgeraten, da der noch nicht ausgereifte Immunschutz besonders anfällig ist. Es kann zu Durchfall, Erbrechen und Übelkeit kommen.
Hilfe nach einer Vergiftung
Sind nur 1-2 Beeren verzehrt worden, soll man Ruhe bewahren und dem Kind Pfefferminztee geben. Von Milch wird nach dem Verzehr abgeraten, da sie die Säure bindet. Kleine Mengen kommen über die natürliche Ausscheidung wieder raus und richten in der Regel keinerlei Schäden an.
Sind Vergiftungserscheinungen zu beobachten, dann sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Sind die Beschwerden auffällig stark, dann erreicht man 24 Stunden täglich die Giftnotrufzentralen, deren Nummern sich im Internet leicht finden lassen.
Wilder Wein für Tiere zum Essen geeignet?

Einige Tiere können die Oxalsäure durch Stoffwechselprozesse unschädlich machen. Dazu gehören:
- Schafe
- Rinder
Das gilt aber nicht für alle Tiere.
Wilder Wein giftig für Hunde
Auch Hunde sollten nicht von der Kletterpflanze fressen, da sie genau wie beim Menschen, gesundheitsgefährdend sein kann.
Wilder Wein giftig für Katzen
Katzen dürfen keinen Wilden Wein fressen, er ist giftig für sie.
Vögel gefährdet
Vögel sind nicht gefährdet. Die Beeren von Wildem Wein sind überaus beliebt als Nahrung.
Lubera-Tipp: Mit der Pflanzung von Wildem Wein im Garten bieten Sie Vögeln nicht nur eine natürliche Nahrungsquelle, sondern auch geeignete Brutplätze.
Pferde / Kaninchen
Kaninchen essen je nach Rasse mit Vorliebe vom Wilden Wein und vertragen ihn ohne Komplikationen. Bei Pferden dagegen drohen Vergiftungen.
Hilfe für Tiere bei Vergiftung
Tierhalten sollten versuchen eine kleine Menge der verschluckten Blätter oder Beeren zu bewahren und zusammen mit dem Tier beim Tierarzt vorsprechen. Das erleichtert die Diagnose und die weitere Behandlung.
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