Pflanzen reisen doch nicht… Oder etwa doch? Wir nehmen sie als Teil einer subjektiv ausserordentlich stabilen Umwelt wahr. Wir Menschen reisen – wenn wir zurückkommen, sind die Pflanzen immer noch da (manchmal auch einige mehr, wenn das Unkraut gewachsen ist). Wie bitte sollte ein Baum, eine Staude sich bewegen? Und wenn sie sich dann eben doch bewegen, dann werden sie auch gleich abgestraft. So schrieb kürzlich ein Kommentator auf unserer Webseite, der aus tiefster Überzeugung invasive Neophyten bekämpft, dass grundsätzlich jede Pflanze ausgerissen gehöre, die das Potential habe, den Gartenzaun zu überschreiten.
Wie kann man den Garten und die Natur lieben – und so etwas sagen?
Hätte der Neophyten-Jäger recht (und hätten sie insgesamt recht), dann wäre es bald vorbei mit der Diversität, Pflanzen würden an Inzucht zugrunde gehen. Sie brauchen die Veränderung, die Reise, um neuen evolutionären Druck zu verspüren (und sich anpassen zu müssen) und auch um allenfalls auf neue Reise-Partner oder Fans (Insekten, Tiere, Menschen) zu stossen.
Ohne reisende Pflanzen wäre unsere Lage zapfenduster… Nur weil Pflanzen reisen, waren und sind sie in der Lage, diese Welt zu einem grünen Planeten zu machen und mit Sauerstoff zu versorgen. Wären Pflanzen nicht so überaus beweglich, würde das Leben immer noch weitgehend in den Ozeanen stattfinden. Immerhin wären wir dann vielleicht alle…. Mehrjungfrauen.
Inhaltsverzeichnis
- Die langen Reisen der Pflanzen
- 'Natürliche Reisen' und menschengemachte Reisen
- Der Mensch als Reise- und Vermehrungssklave der Feige?
- Die Herausforderung
- Die langen Reisen des Rhabarbers
- Rhabarber: Alles Gute beginnt in China
- Das Rhabarber-Monopol des russischen Zaren
- Die wundersame Entstehung des Fruchtrhabarbers
- Auch die Aussies wollen Rhabarber
- Luther Burbank und die Erfindung des immertragende Rhabarbers
- Moderne Rhabarberzüchtung
- Die langen Reisen der Fingerlimetten
- Wie australisch sind die Fingerlimetten?
- Fingerlimetten: Alles Gute kommt – wieder – aus China
- Zitrus-Diversifikation und der Auf- und Ausbruch nach Australien
- Fingerlimetten: Der Mensch als Reisebeschleuniger
- Das Wunder des funktionierenden Pflanzensex‘
- Die Moral von der Geschicht‘: Reisen bildet
Die langen Reisen der Pflanzen
Natürlich muss man mindestens zweimal und genau hinschauen, um die Pflanzenreisen zu erkennen. Zumindest zu Beginn der Reise ist das Tempo zeitlupenartig, auch im Nachhinein fast nicht zu erkennen. Vielfach beschleunigt sich dann später das Tempo, meistens wenn sich Säugetiere und der Mensch einmischen. Besonders der Mensch hat einen ausserordentlichen Beschleunigungseffekt auf die Pflanzenreisen – so sehr, dass er offensichtlich aus Angst vor sich selber diese immer mal wieder gleich verbieten möchte…
'Natürliche Reisen' und menschengemachte Reisen
Gerne unterscheiden wir Menschen die 'natürlichen' Reisen der Pflanzen und die menschengemachten, welch letztere wir entweder unterschlagen oder eben verbieten möchten (mit Quarantäneregeln etc). Zugegebenermassen kommt die Pflanze ganz alleine nicht sehr schnell vorwärts. Einige Meter über Ausläufer und Kolonien, einige Dutzend Meter bis einige 100 Meter über Samen, dann schon einige Kilometer mit Pollen (bei Windbestäubern). Bestäuberinsekten und fruchtessende Tiere bringen eine erste Beschleunigungsstufe, die dann vom Menschen und seinen Eisenbahnen, Autobahnen und Frachtcontainern noch getoppt wird.
Dabei sollte uns aber immer klar sein: Es gibt keinen qualitativen Unterschied zwischen einem Befruchterinsekt, das den Pollen mit sich trägt, dem Bär in den Fruchtwäldern Kasachstans, der die grössten Äpfel stibitzt und dem turbo-Reisetempo der Kombination Pflanze-Mensch. Und es tut der menschlichen Bescheidenheit nur gut, wenn wir zumindest nicht sicher sind, wer da primär der Handelnde ist: Ist es das Menschtier, oder es nicht vielleicht die Pflanze, die den Menschen verführt, mit ihr zu reisen?
Der Mensch als Reise- und Vermehrungssklave der Feige?
Die Feige zum Beispiel hat den Menschen nicht nur dazu gebracht, sie in ihrer Reise von der arabischen Halbinsel über das Mittelmeer bis nach Nordeuropa und Nordamerika zu bringen; da aber da die notwendigen Befruchterinsekten nicht vorhanden sind, übernimmt der feigenverliebte Gärtner jetzt gleich auch noch die Vermehrung, da die Feigen im Norden keine Samen mehr produzieren können. Der Mensch übernimmt sozusagen den Feigensex – Anthropologen, Ethnologen und Psychologen mögen darüber urteilen, wer dafür verantwortlich ist: Die Lust des Menschen auf Feigen inklusive der damit verbundenen sexuellen Annotationen; oder die raffinierte Verführungskunst der Feige?

Bild: Gustis® 'Amatrice Casale' – diese Feigensorte wurde von Gusti Berchtold in den Abruzzen im Zentrum Italiens auf 1200 Metern über Meer entdeckt und weiter kultiviert
Die Herausforderung
Die Reisen der Pflanzen sind in der Tat ziemlich lang oder wie Stefano Mancuso in seinem fast gleichnamigen Buch schrieb: unglaublich! Dabei gibt es aber eine Unzahl von Parallelen und Verbindungen, vergleichbare Ausgangsorte der langen Reisen (das wären die genetischen Zentren der Diversität), ähnliche Ruten, und viele Pflanzen treffen – wie wir Menschen – auch dann irgendwo kurzzeitig zusammen, wenn sie gar nichts miteinander zu tun haben.
Kürzlich stellte mich unsere Redakteurin Nadja Caille vor eine Herausforderung, indem sie mich bat, im Editorial unseres Newsletters irgendeinen Zusammenhang zwischen Fingerlimetten und Rhabarbern herzustellen, die sich zufälligerweise im gleichen Gartenbrief befanden. Sie glaubte allerdings nicht, dass es möglich sein würde: "Diese Kurve schaffst du nicht!"
Dank der verrückten Reisen der Pflanzen ist das aber gar kein Problem.
Die langen Reisen des Rhabarbers
Beide Reisen – von Rhabarbern und Fingerlimetten – beginnen in China, genauer im Himalaya-Gebiet. Über Rhabarber habe ich in einem anderen Beitrag schon ausführlich geschrieben, deshalb an dieser Stelle nur die Kürzestfassung.
Rhabarber: Alles Gute beginnt in China
Aus ihrem Ursprungsgebiet in China, am Fusse des Himalayas kamen die Rhabarber nach Persien und die Araber brachten sie ab dem 11. Jahrhundert zum ersten Mal nach Europa. Nein, nicht um adstringierend-saures Mus zu kochen, sondern als Medizin. Nicht die Stiele waren interessant, sondern die Wurzeln, die – zu getrocknetem Pulver verarbeitet – diverse segensreiche Wirkungen im Verdauungstrakt erzielen sollten. In d er frühen Neuzeit (ab dem 16. Jahrhundert) erinnerte man sich wieder an das alte medizinische Wissen (das bei den Rhabarberwurzeln übrigens nicht sehr zuverlässig ist), und die Nachfrage nach den Rheum rhabarbarum, den Wurzeln der Barbaren stieg.
Das Rhabarber-Monopol des russischen Zaren
Das russische Zarenreich sicherte sich ein Monopol und importiere Unmengen davon über Sibirien nach Europa – selbstverständlich zu Wucherpreisen. Ein kleiner Handelskrieg entbrannte: Englische und niederländischen Handelsgesellschaften versuchten sich am Direktimport, um das russische Monopol zu brechen – und selbstverständlich um liebend gerne ein neues Monopol zu errichten. Auch wurden Rhabarberpflanzen immer wieder versuchsweise in Europa kultiviert, aber irgendwie entfalteten die importierten Wurzeln nicht die gewünschte Wirkung…
Die wundersame Entstehung des Fruchtrhabarbers
Auf dem langen Weg von China über Sibirien nach Europa und da in die botanischen Gärten und in die Gift-Schränke der Apotheker hatte sich der Rhabarber verändert, sich kreuz und quer mit diversen Rheum-Arten vermischt – und plötzlich, um 1800 kamen Gemüsegärtner rund um London, in Hamburg und in Paris auf die Idee, die Stiele als Fruchtgemüse zu verkaufen. Wenn die Wurzeln nicht oder kaum wirkten, so konnten vielleicht die Stiele eine segensreiche Wirkung entfalten. Denkbar, kochbar und essbar war das nur geworden dank des Zuckerrohrs aus den Kolonien. Im 19, Jahrhundert, vor allem in der zweiten Hälfte und bis zum 2. Weltkrieg entwickelte sich vor allem in England, aber auch in anderen Staaten eine regelrechte Rhabarbermanie. Die Bevölkerung und ihre Küchen schienen nicht genug bekommen zu können von den sauren Stängeln, die verfrüht und angetrieben fast ab Weihnachten und bis in den Sommer täglich angeboten wurden.
Auch die Aussies wollen Rhabarber
Natürlich wollten da auch die englischen Siedler in Australien nicht hintanstehen; auch sie brauchten unbedingt Rhabarber, um die Strapazen auf dem Fünften Kontinent zu überstehen. Bald hatten sie wohl über unbewusste Selektion (Aussaat von importierten Samen, Selektion der überlebenden Sämlinge, Weitervermehrung) gefunden, was auch auf dem heissen Kontinent überlebte: Sorten mit fast gar keinem Bedarf an Winterkälte und mit einer hohen Toleranz gegenüber hohen Temperaturen in der Vegetationsperiode; Rhabarber auch, die aufgrund dieser Eigenschaften fast das ganze Jahr durchproduzieren können
Luther Burbank und die Erfindung des immertragende Rhabarbers
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hörte der notorische Pflanzenneuheitenzüchter Luther Burbank davon, holte sich die australischen Rhabarber nach Kalifornien und brachte einige Jahre später den ‚ersten‘ Everbearing Rhubarb heraus, der das Leben der amerikanischen Farmer verändern sollte. Ja klar, wenn man 12 Monate Rhabarber produzieren kann anstatt nur 3 Monate, dann müsste der Profit nach Adam Riese ungefähr 4x grösser sein. Wie so häufig bei Luther Burbank ging die Rechnung nicht so ganz auf, vielleicht ja auch, weil die Amerikaner im Allgemeinen und die Kalifornier im Speziellen nicht wirklich das ganze Jahr Rhabarber essen wollten.
Bild: Rhabarber 'Livingstone' – dieser Rhabarber kann bis in den Herbst geerntet werden, weil er das Wachstum nicht stoppt sondern putzmunter weiterwächst.
Moderne Rhabarberzüchtung
Nur ca. 100 Jahre später tauchte der Everbearing Rhubarb aber wieder auf, diesmal in Europa, mit der Sorte 'Livingstone'. Ich habe in einem anderen Beitrag vermutet, dass wohl auch diese Sorte auf die australische Genetik (und eventuell Luther Burbank) zurückgeht. In unserem eigenen Rhabarberzüchtungsprogramm bei Lubera haben wir gesehen, dass das nur geringe Winterkältebedürfnis, der frühe Austrieb im Januar bis März und auch das Durchproduzieren im heissen Sommer miteinander gekoppelt, korreliert sind. In einigen Jahren werden wir eine ganze Serie von immertragenden Rhabarbern auf den Markt bringen, mit verschiedenfarbigen Stielen, unterschiedlichen Wuchs-Höhen, mit Blüte und ohne Blüten.
UFF, das war jetzt eine Reise: Von China, über Arabien, dann zurück nach China, über Sibirien und Russland nach Europa, dann nach Australien, von dort nach Santa Rosa in Kalifornien, zurück nach England und dann in die Schweiz., die zweite Insel in Europa.
Die langen Reisen der Fingerlimetten
Und wie bringen wir das jetzt mit den Fingerlimetten, den Microcitrus australasica zusammen? So hatte sie der erste grosse Zitrusforscher Walter Swingle wohl fälschlicherweise genannt – heute weiss man nämlich, dass sie keine eigene Gattung darstellen, sondern schlicht und einfach auch Citrus sind, keine Microcitrus (so genannt wegen der kleinen Blätter).
Wie australisch sind die Fingerlimetten?
Woher stammen also die Fingerlimetten? Sie heissen ja auch Australische Fingerlimetten, also werden sie wohl auch aus Australien stammen und da auch kurz auf unseren Rhabarber gestossen sein – selbstverständlich ohne dass es zu einem Austausch von Genen kam – gar alles ist auch in der Botanik und beim Pflanzensex nicht möglich.
Die Botaniker vor und nach Swingle zermarterten sich ihre Köpfe: War da parallel eine zitrusähnliche Art auf der isolierten Insel entstanden. Was wäre der australische Ausgangpunkt dieser separaten Zitrusentwicklung? Dank moderner Genanalyse wissen wir seit einigen Jahren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, dass die Microcitrus hundsgewöhnliche Zitrus sind, wenn auch mit einer intensiven evolutionären Anpassung an ihr australisches Umfeld.

Bild: Microcitrus australasica 'Wauchope' – die mild schmeckende rosa-weisse Fingerlimette
Fingerlimetten: Alles Gute kommt – wieder – aus China
Alle Zitrusarten gehen wohl auf einen gemeinsamen Urahn, irgendwo am Fusse des Himalayas (ja genau, wie der Rhabarber!) zurück, der vor ca. 8 Mio. Jahre seine lange Reise aufnahm. - Reise? Können Pflanzen reisen? Ja klar, Meter um Meter mit den fallenden Samen und Wurzelausläufern, Kilometer mit den von Insekten transportierten Pollen. Und schliesslich Dutzende und Hunderte von Kilometern dank der fruchtliebenden Säugetiere, die sich gleichzeitig auch als Züchter versuchen.
Selbstverständlich essen sie lieber die grösseren Früchte, die milderen und süsseren…
Zitrus-Diversifikation und der Auf- und Ausbruch nach Australien
So diversifizierte sich der Urzitrus über weitere Mio. Jahre und irgendwann, ca. vor 4 Mio. Jahren schaffte es eine Frucht, ein Same, vielleicht auch Tausende davon, über den Seeweg, über Inselhopping bis nach Australien. Eine lange Reise, die wohl über die südostasiatischen Inseln (die modernen Philippinen, Indonesien) führte, aber auch eine Reisezeit, die wohl einige 10000 oder 100 000 Jahre in Anspruch nahm, dank dem Reiseleiter Zufall vielleicht auch viel weniger… Der australische Kontinent bot den sauren Neuankömmlingen ein versändertes Umfeld, vielleicht noch die eher bekannten Regenwälder, aber auch sehr trockene Klimate; die Pflanze hatte sich wieder anzupassen, ging evolutionär ihre ganz eigenen Wege: Die kleine Blätter, die fast nichts verdunsten, die kleinen Blüten, die auch kaum Angriffsfläche bieten, die spitzen Stacheln, die nur den cleversten Säugetieren den Zugang zu den ersehnten Früchten bieten (oder nur, wenn sie reif abfallen…)
Fingerlimetten: Der Mensch als Reisebeschleuniger
Im letzten Augenblick, vor ca. 50 000 Jahren kam dann auch der Mensch dazu, eingewandert ebenfalls aus Südostasien – die Aborigines. Natürlich sammelten sie die Früchte, nahmen ihrerseits wieder Einfluss, verstärkten den Selektionsdruck auf grössere Früchte und mildere Aromen.
Was bei den Zitrus-Urpflanzen im Zeitlupentempo vor 8 Mio. und bei den Fingerlimetten vor 4 Mio. Jahren begann, beschleunigt sich seit 50 Jahren. Gegen Ende des 20 Jahrhunderts entdeckten die einheimischen australischen Köche und Gourmets die seltsamen Zitrusfrüchte, in den 60er Jahren kamen die ersten Fingerlimetten in die USA, heute findet ein noch beschränkter, aber doch stark wachsender Anbau in fast allen Zitrusanbauregionen statt, übrigens auch schon wieder in Südostasien.
Das Wunder des funktionierenden Pflanzensex'
Züchter beginnen die Fingerlimetten mit ihren entfernten Cou-cou-cou-Cousins, den anderen Zitrusarten zu kreuzen. Und siehe da, nach nicht weniger als 4 Mio. Jahren getrennter Entwicklung funktioniert der Sex noch immer. (Vielleicht nach 4 Mio. Jahren interspezifischer Enthaltsamkeit umso besser?) Besonders gut gelingt die Rückkreuzung mit der am nächsten verwandten Zitrusart, den Fortunella, den Kumquats, aber auch mit der mexikanischen Limette. Sie alle zusammen sind denn auch für die Fingerlimette 'Faustrime' verantwortlich... Man erhofft sich von der Einkreuzung der Fingerlimetten auch eine grössere Trockenheitsresistent und es scheint, dass die Microcitrus oder eben Citrus australasica auch eine Resistenz gegenüber dem gefährlichen Citrus Greening Bakterium in sich tragen, dass die Zitruskultur in vielen Ländern gefährdet.
Bild: Microcitrus australasica 'Faustrime' – diese Fingerlimettensorte ist eine Kreuzung zwischen Limequat Eustis und einer echten australischen Fingerlimette
Die Moral von der Geschicht': Reisen bildet
Was ich mit den beiden Geschichten sagen möchte? Natürlich will zunächst einmal vor allem Recht behalten gegenüber Nadja, die meine Fähigkeit in Zweifel zog, Rhabarber und Fingerlimetten irgendwie in Verbindung und Beziehung zueinander zu setzen. Neben den verrückten Reisen, der Herkunft aus China, der Begegnung in Australien wäre ja auch die Säure und ihre Bedeutung in der menschlichen und tierischen Ernährung ein schönes Thema gewesen…
Aber die eigentliche 'Moral von der Geschicht', das 'learning', wie man das neudeutsch so schön formuliert, ist die ebenso verrückte wie notwendige Reisetätigkeit der Pflanzen. Sie bewegen sich eben doch! Zwar langsam, aber beharrlich, über Millionen von Jahren, dann unter tierischer und menschlicher Beihilfe plötzlich auch ganz schnell. Für Pflanzen wie für Menschen gilt: Reisen verändert, wo man sich ausruht und stehen bleibt, passt man sich an, nimmt neue Eindrücke auf, verändert sich, vermischt sich vielleicht auch – bevor es wieder weiter geht.
Und noch etwas: Reisende sollte man bekanntlich nicht aufhalten.